McKinlay

Donnerstag, 24.08.2017

Die Fahrt nach McKinlay machte Spaß. Wir fuhren durch dürres flaches Land, sahen ein Dromedar neben der Straße stehen und fuhren die letzten 70 km über eine staubige unsealed road. Wir sind "In the middle of fucking nowhere" angekommen, wie es ein Trucker mal so treffend sagte. Weit und breit war über Kilometer nichts zu sehen.

Wir kamen in McKinlay an und dachten uns, hier ist so gut wie gar nichts los. Gut zum Geld verdienen und sparen. An dem Punkt wo wir mit dem Jeep standen, konnte man in alle Himmelsrichtungen das Ende des kleinen Nestes sehen. Hier gibt es ein aerodrom, einen horse race course, eine police station, eine bush nursery station, eine Frischwasserpumpanlage, einen dump point für die Müllentsorgung, eine kostenlose jeep/truck wash station, eine truck rest area, einen kleinen park, ein sport field, einen pub mit hotel/motel und caravanpark dran, ein museum, was einen Tag in der Woche für ein paar Stunden auf hat, eine library (Bücherei), ein paar wenige Häuser und eben das roadhouse. Sehr übersichtlich aber doch recht viel für so ein kleines Nest. Zum Einkaufen müssen wir allerdings 108 km nach Cloncurry fahren. Dort ist der nächste Woolworths Supermarkt. Eine Stunde hin und zurück um einkaufen zu gehen.

Der pub ist eine Legende für sich, wie wir im Vorfeld schon gewusst hatten. Es ist der Crocodile Dundee Walkabout Creek Pub. Hier in diesem pub wurden alle pub Szenen der Crocodile Dundee Filme gedreht. Es ist unverkennbar der pub aus dem Film und ist ein Anziehungspunkt für so ziemlich jeden Traveller, der hier vorbei kommt. Auch ist hier jeden Samstag Abend Halli Galli. Alle locals treffen sich dort um ordentlich einen zu heben. Was uns dann noch aufgefallen ist, dass Paul Hogan der Schauspieler von Dundee aus Lightning Ridge stammt, dort wo wir Opale suchen waren. Jetzt sind wir schon an einem zweiten Ort von Dundee. Echt abgefahren wenn man mal drüber nachdenkt, dass wir hier mal laden würden.

Wir gingen ins roadhouse und stellten uns bei dem jungen indischen Pärchen vor, die nun unsere supervisor für die nächste Zeit sein würden. Sie sollten uns alles zeigen und beibringen, was wir hier zu tun haben. Als erstes lieferten wir die Kisten mit dem Toastbrot ab und bekamen unsere Unterkunft gezeigt. Ein Wohnkontainer mit vier Räumen und einen Badkontainer mit Waschmaschine neben dran.

Wir suchten uns den besten Raum raus und fingen erstmal an zu putzen. Der circa neun Quadratmeter kleine Raum hatte ein Bett für eine Person, einen Schrank mit Schreibtisch und Schubladen, einen Fernseher und einen kleinen Kühlschrank. Der Raum war dreckig, es gab viel zu putzen, zu reparieren und einzurichten. Wir hatten dafür nur drei Stunden Zeit das Nötigste zu machen, da einer von uns gleich an diesem Tag mit der ersten Nachmittags/Abend shift anfangen sollte. Micha machte den Anfang, es ging von 4:00 pm bis 9:00 pm mit arbeiten im roadhouse los. Josi konnte noch weiter einrichten und musste erst am nächsten Morgen von 7:00 am bis 1:00 pm im roadhouse arbeiten. Zwischen unseren Schichten, die wechselten, haben wir drei Stunden Zeit für uns. In den darauf folgenden Tagen reparierte Micha noch so manche Sachen. Wir richteten uns immer mehr ein und machten es uns so gut es ging gemütlich. Nachdem wir die dritte Waschmaschine gereinigt und getestet hatten ob sie funktioniert, konnten wir auch Wäsche waschen. Wir versuchten die ersten Nächte zu zweit auf dem 90 cm schmalen Bett zu schlafe, entschieden uns aber dafür das Bettgestell raus zu schmeißen und dafür einfach zwei Matratzen auf den Boden zu legen und diese zusammen zu binden, dass sie nicht auseinander rutschten. Jetzt war genug Platz für zwei zum schlafen. Verpflegt werden wir über das roadhouse selber. Wir können uns alles an Essen zubereiten, was wir wollen, wann immer wir wollen und so viel wir wollen. Somit müssen wir selber nur für den Rest sorgen, den man zum Leben braucht.

Was ist eigentlich ein roadhouse!?
Ein roadhouse liegt meist an einem highway und ist vergleichbar mit einer Raststätte an der Autobahn in Deutschland. Hier kann man Tanken, etwas essen, die Toiletten nutzen, eine Pause von langen Fahrten machen und Trucker können hier for free einen Kaffee trinken und eine Dusche nehmen. Wir sind hier Dreh- und Angelpunkt in McKinlay, denn wir sind gleichzeitig auch das Post-Office und die Schlüsselvergabestelle. So ruhig wie wir uns das vorgestellt hatten, ist es gar nicht. Es gibt Zeiten am Tag da haben wir alle Hände voll zu tun und Zeiten in denen kein customer rein kommt. Jetzt bekommen wir gerade mal so richtig mit was richtiges dreckiges gesprochenes Aussi english ist. Es ist teilweise so schwer für uns die Trucker oder locals hier zu verstehen, sowas haben wir noch nicht gehört. Die Konversation ist auch der Hammer dadurch, es ist eher ein raten was gemeint sein könnte. Jeder fragt auch woher man denn sei, fast jeder war schon mal in good old germany. Man trifft hier die kuriosesten Menschen.

Unsere Aufgaben im roadhouse bestehen darin, am counter die customer abzukassieren, wenn sie getankt haben oder was an Getränken und Sachen aus dem shop Sortiment gekauft haben. Bestellungen für meals, sandwiches, burger oder snacks entgegen zunehmen und beim kochen zu helfen oder selbstständig zuzubereiten. Abzuwaschen, die Zutaten vor und nachbereiten, das Lager und die Kühl und Gefrierschränke wieder füllen. Alles zu putzen, was es hier zu putzen gibt und mit einem Anhänger am Auto zum dump point zur Müllentsorgung zu fahren. Alleine in der Schicht, wie die Inder vorher arbeiten mussten, ist es so gut wie unmöglich all das zu schaffen. Es war purer Stress für die beiden und das noch mit kleinem Kind. Es mussten hart arbeitende backpacker wie wir dort hin, um den beiden unter die Arme zu greifen.

In den Zeiten, in denen man nicht arbeiten muss, entdeckt man neue hobbies, hat Zeit zu lesen, oder man beschäftigt sich irgendwie anders. Wir dachten erst, dass es voll langweilig wird wenn man hier alleine rum sitzt, aber komischerweise gibt es auch hier immer was zu tun, man kommt ständig auf neue Ideen.

Das Leben hier wird in den nächsten Wochen und Monaten nochmal spannender. Es wird jetzt Frühling und wir haben jetzt schon Temperaturen am Vormittag von fast 40 Grad. Ein Hoch auf die air condition! Es ist sehr trocken hier, man merkt es an der Haut, dem Durst und daran wie schnell alles trocknet. Im Sommer soll es sehr ruhig sein im roadhouse. Gerade mal so um die zehn bis zwölf customer am Tag. Traveller und Trucker kommen hier nur noch lang wenn es sein muss. Ein Trucker meinte dazu nur, je nach dem wie heiß die Straße ist, kann man fahren ohne dass die Reifen beim Truck unter der Last und Hitze platzen. Hier sollen Temperaturen von 50 Grad kommen und die tropischen Regenzeiten die für Überschwemmungen sorgen. Letztes Jahr war McKinlay eine Woche von der Außenwelt abgeschnitten, weil kein Durchkommen mehr war. Auch hier wird ein wenig das Wasser stehen, aber nicht so, dass wir hier absaufen. Das fire rating system steht hier auch schon auf "catastrophic", also höchste Brandstufe. Aber kein Grund zur Sorge, die locals von McKinlay werden uns sicher warnen, wenn was "Brenzliches" sein sollte.


Das ist das Leben im Outback.

 


Update nach etwas mehr als zwei Monaten hier im roadhouse. Es war teilweise nicht so leicht wie es vorher zu lesen war, es gab auch solche Zeiten...

Wir hatten viel zu kämpfen mit unserem Boss... Wir bekamen unsere payslips (Lohnabrechnungen) sieben Wochen lang nicht, wurden bezahlt, wie er Lust hatte (am Ende stimmte das Geld aber) und mussten ein paar Schikanen von ihm ausgehend bewältigen. Am Ende wurden wir dann von ihm einfach an einen neuen Besitzer weiter verkauft. Dieser macht es uns eben so schwer. Kein Wunder, es war auch ein Freund von unserem ersten Boss. Langes Rauszögern der Bezahlung, keine payslips und weitere komische Manöver in der Führung des roadhouses. Wir hatten des Öfteren Diskussion darum was wir machen werden und wie wir uns verhalten sollen. Das sorgte nicht gerade für Entspannung und macht es einem manches mal nicht leicht. Wir standen oft kurz vor der Entscheidung, von hier weg zu gehen und einen anderen Job zu machen, aber bis jetzt sind wir noch hier und versuchen bis Ende 2017 durchzuhalten.


Drückt uns die Daumen!

Cairns

Mittwoch, 16.08.2017

Nach 13,5 Stunden und 1036 km Fahrt, kamen wir auf einer rest area kurz vor Cairns an. Wir verbrachten dort die Nacht um am nächsten Tag dann bei der Jobagency auf der Matte zu stehen. Nach morgendlicher freien warmen Dusche in einer tollen Lagoon mitten an der Esplanade in Cairns, ging es dann zu Ezzy der Travel Spezialistin. Wir hatten vorab schon angerufen und unsere CV‘s(Lebensläufe) per e-Mail geschickt. Bei Ezzy angekommen wurde uns erstmal gehörig der Kopf gewaschen, denn so wie wir uns das vorgestellt hatten, war es gar nicht möglich. Sie nahm uns erstmal den Wind aus den Segeln. Das Gute war aber somit für uns, dass wir an keinen Betrüger oder schwarzes Schaf als Arbeitgeber geraten können. Die Jobs, die Ezzy vermittelt, sind gute Jobs. Man kann sich immer wenn was sein sollte bei ihr melden und sie klärt es oder zieht einen dort ab, um einem zur Not einen anderen Job zu vermitteln, wenn es Komplikationen geben sollte. Top dachten wir uns. Wir wurden Teil ihrer Backpackerfamiliy wie sie es selber immer betonte. Uns wurde geholfen die CV’s aufzupolieren, damit wir gute Chancen haben, einen Job zu bekommen. Jetzt saßen wir an der Quelle.

Nach einem ganzen Tag bei Ezzy im Shop verbrachten wir erstmal zwei Tage damit Cairns zu erkunden. Sehr schöne Stadt, aber mit Schattenseiten, die wir vorher nicht kannten, aber davon gehört hatten. Hier ging es leider schon los, dass Aborigines völlig betrunken am Vormittag in der Fußgängerzone lagen, vor den Shopping Centern rum lungerten und einem betrunken pöbelnd auf der Straße entgegen kamen. Nicht schön und wir mussten uns erstmal dran gewöhnen. Uns wurde gesagt, mal solle diese meiden und nicht einmal ansehen. Hier wird das "Problem" einfach tot geschwiegen. Ob das so hilfreich ist, ist fraglich. Es gibt aber auch viele andere die ganz normal sind und einen netten Eindruck machen. Wir sind aber aufgrund dessen, bei Karen einer super netten Frau und deren Mann Collin, in Cairns per Airbnb unter gekommen. Wir hatten dort unsere eigene Etage in deren Haus mit eigenem Zimmer und noch anderen netten Airbnb Gästen. Das war uns lieber und erschien uns sicherer. Wir wollten uns nicht in eine dunkle kleine Seitenstraße stellen wenn solche betrunkenen dort eventuell Stress machen können. Wir hatten leider in einer Nacht auf der rest area vor Cairns, wo wir ein paar Nächte standen, Ärger mit einer Gruppe von ca. 15 Betrunkenen, lauten und randalierenden Locals gehabt. Das war uns nichts und wir flüchteten mitten in der Nacht 40 km zu einer anderen rest area nach Babinda.

Wir verbrachten, nach den zwei Tagen Sightseeing in Cairns jeden Tag damit, bei Ezzy im Shop zu sitzen und darauf zu warten, dass sie einen Job für ein Couple (Pärchen) rein bekommt, um diesen dann mit unseren vielleicht passenden CV’s zu bekommen. Natürlich suchten wir auch selber an unserem Laptop und free WiFi bei Ezzy im Shop, nach Jobs. Wir zeigten ihr unsere gefundenen Job Angebote, aber von vielleicht Hundert waren gerade mal drei die wir per e-mail angeschreiben haben. Nicht viel...

Dann war es soweit! Es rief der Besitzer eines Roadhouses an. Er bräuchte Allrounder die so schnell wie möglich anfangen können, zu arbeiten. Alles was dort gemacht wird, würde gezeigt werden. Am liebsten würde er ein Couple bevorzugen. Ezzy sagte sofort ja, dein neuer Staff sitzt hier vor mir und ist bereit morgen los zufahren. Perfekt! Bezahlung stimmt, Stundenanzahl stimmt und Ezzy hatte schon öfter Backpacker zum Arbeiten zu ihm geschickt. Wir hatten einen Job! Jetzt hieße es, einkaufen, Sachen waschen und alles vorbereiten, dass wir am nächsten Morgen nach dem Papier Kram bei Ezzy im Shop auf nach McKinlay fahren konnten!

 

Es lagen nun 1203 km vor uns. Mehr als 13h Fahrt. Das wäre nicht mehr zu schaffen gewesen an diesem Tag. Unser neuer Boss hatte in Hughenden ein weiteres Roadhouse, wo wir bei zwei deutschen Backpacker Mädels für die Nacht unterkommen konnten. Sehr abenteuerliche Behausung, die uns dort erwartete aber gut, zwei Drittel der Strecke waren geschafft. Am nächsten Morgen nach kurzem Frühstück im Roadhouse und kurzem Gespräch mit unserem Boss, ging es dann mit ein paar Kisten Toastbrot im Gepäck zu unserem Roadhouse nach McKinlay. Es lagen immer noch 364km und 4,5 Stunden Fahrt vor uns. Es wurde getankt und die Fahrt konnte los gehen.

Rockhampton

Mittwoch, 09.08.2017

Wir mussten nun einen Job finden, unser Reisebudget ging zur Neige. Schlafen konnten wir in Rockhampton zwar auf einem free campground und für $2 im Schwimmbad warm duschen, aber Geld mussten wir jetzt mal verdienen, um weiter reisen zu können. Das gestaltet sich allerdings nicht so leicht. Wir quartierten uns mehre Tage bei McDonald's ein um free WiFi zu haben, damit wir im Internet nach Jobs suchen konnten. Ein Haufen an Angeboten aber teilweise sehr mies. Es sind leider sehr viele Betrüger und schwarze Schafe unterwegs und viele, die es nicht interessiert, einem einen guten Job anzubieten. Wir suchten auch nach etwas Bestimmtem, nach farmwork für ein Pärchen auf einer cattle station. Viele wollten nur Mädels oder Singles. Die Jobs zu finden, die gut sind, erschien uns fast hoffnungslos, da wir nur Absagen oder gar keine Antwort bekamen. Fruit picking sollte der letzte Ausweg sein, denn dabei steht man 10 - 12 Stunden in voller Montur bei über 30 Grad in der knallen Sonne auf dem Feld.
Nach ein paar Tagen brauchten wir eine kleine Pause von der Jobsuche, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Wir fuhren nach Bangalee ans Meer. Hier verbrachten wir drei Tage am Strand und genossen es fast alleine dort zu sein.

Jetzt musste aber was passieren, sonst sind wir pleite. Ein anderer Weg musste gefunden werden. Wir bekamen den Tip von einer Freundin von Josi, dass in Cairns eine Jobagency ist, die sich auf Backpacker spezialisiert hat. Doch bis dort hin waren es von Rockhampton 1063 km Fahrtweg, etwa 13,5 Stunden. Was eine Strecke, aber wir erhofften uns davon, dass wir dort unseren Job finden würden. Die haben schließlich damit Erfahrung, Backpacker an gute Arbeitgeber zu vermitteln. Kurzer Hand, es ging nach Cairns!

Agnes Water & Town of 1770

Dienstag, 01.08.2017

Nach diesem Walerlebnis ging es für uns über Agnes Water nach Town of 1770.
Hier ging am 24. Mai vor 247 Jahren Lieutenant James Cook R.N. an Land und betrat australischen Boden.

Town of 1770 liegt an einer wunderschönen Bucht mit vielen Sandbänken, tollen Stränden und kurzem walking track zu Aussichtspunkten.
Wir verbrachten dort einen Tag mit wandern, baden im Meer und sonnen am versteckten, kleinen Strand. Abends gab es noch den Sonnenuntergang am Meer zu sehen.

 

Wir entdeckten auf der anderen Seite der Bucht einen lang gezogenen Strand, an dem kein Mensch zu sehen war. In der App maps.me war zu sehen, dass dort lediglich ein campground im Eurimbula National Park war. Wir entschlossen uns am nächsten Tag dort hin zu fahren.
Auf dem Weg durch den National Park, der wieder eine unsealed road hatte, kamen wir am Ganoonga Noonga Lookout vorbei. Von hier konnte man über den National Park schauen und etwas von der Bucht bei Town of 1770 sehen.

 

Die unsealed road wurde zum 4WD track, ähnlich wie auf Fraser Island mit softem Sand. Am Parkplatz angekommen, liefen wir zum Strand den wir ganz für uns hatten. Es kamen ein zwei mal Spaziergänger vorbei, aber die störten uns nicht beim streifenfreien Bräunen und baden. Uns gefiel es hier einfach zu gut und wir schliefen dort eine Nacht auf dem campground. Da der campground aber etwas im Wald lag, suchten wir eine Stelle um auf dem Strand am Wasser zu stehen. Wir fanden auch eine und hatten den schönsten Platz ergattert. Sternenhimmel, absolute Ruhe, Strand und Meer. Es war wunderschön.

Am nächsten Morgen konnten wir auf Grund der low tide sehr weit auf einer Sandbank ins Meer laufen. An der Stelle wo wir standen war eine Einmündung eines Flusses. Wir genossen es so sehr an dieser Stelle am Strand zu sein und verbrachten den ganzen Tag dort. Gingen wieder banden, sonnten uns am menschenleeren Strand und machten ein Spaziergang. Auch schauten wir uns den Sonnenaufgang an. Eigentlich wollten wir nur einen Tag dort am Strand verbringen, aber daraus sind dann drei Tage und zwei Nächte geworden. Wir mussten diese schöne Stelle verlassen, weil uns das Wasser und die Lebensmittel ausgingen und wir jetzt Arbeit suchen mussten. Einen Morgen gab es sogar Nudeln mit Tomatensoße zum Frühstück, was anderes hatten wir nicht mehr. Das ist Backpacking!

Wie auch an anderen Orten an denen wir waren, ging es und auch mit diesem so, wir mussten ihn schweren Herzens verlassen und fuhren weiter. Es ging über Gladstone nach Rockhampton um mit WiFi nach Arbeit zu suchen.

Hervey Bay und Whale watshing

Donnerstag, 27.07.2017

Hervey Bay liegt in einer sehr großen und weitläufigen Bucht. Diese Bucht wird von Fraser Island auf der östlichen Seite der Stadt gebildet. Das Meer war hier ganz ruhig, kaum Wellen und die Tidenunterschiede waren so stark wie im Wattenmeer an der Nordsee. Das Meer geht bis auf mehrere hundert Meter zurück und man kann Tatsache über das "Watt" laufen.

Da wir beiden noch am kränkeln waren entschlossen wir uns auf einem Caravanpark zu stehen, um eine warme Dusche zu haben. Auf WikiCamps suchten wir uns einen mit einem Angebot für Backpacker raus. Unpowered Side (ohne Strom), ein Fahrzeug und zwei Erwachsene für $15 die Nacht. Wahnsinns Preis! Wir fuhren hin, doch es ist zu dieser Zeit sehr schwierig eine Unterkunft, legalen Campplatz oder sonstiges an der Küste von Queensland zu bekommen. Der Grund sind die ganzen Australier, die die Möglichkeit haben aus dem kalten Süden von Australien dem Winterwetter zu entfliehen und in den Sunshinestate zu kommen, um angenehmes Wetter zu haben. Uns ist das vorher gar nicht aufgefallen, da wir unsere Backpacker Methoden hatten und wild gecampt haben. Uns wurde gesagt, kein Platz wo wir uns hin stellen konnten, nicht nur hier, jeder Caravanpark war voll ausgebucht für Wochen.

Doch wir hatten sehr großes Glück! Die beiden Inhaber des Caravanparks Hazel und Ron überlegten wie sie uns helfen konnten. Sie konnten uns nicht so stehen lassen. Hazel sagte schmunzelt zu uns, dass Ron derjenige war, der immer zu ihr sagt, du musst auch mal nein sagen! Denn Ron schlug vor, dass wir, wenn wir nur Platz brauchten der so groß ist wie unser Jeep, vor ihrer Garage auf ihrem privaten Bereich des Caravanparks stehen könnten. Sie überlegten und sagten uns das zu und sogar noch, dass wir für diese Nacht nichts bezahlen müssten. Wir waren super froh über dieses Angebot und nahmen es dankend an. Wir bekamen sogar noch zwei weitere Plätze die wir je Nacht wechseln mussten. Auf dem letzten zugewiesenen Platz konnten wir sogar noch ein paar Nächte länger stehen, da doch keine Buchung dafür vor lag. Das war perfekt für uns, wir hatten alles war wir brauchten. 5 m bis zum Zugang zum Strand gab es sogar oben drauf! Hazel und Ron haben uns sehr geholfen, denn ohne sie hätten wir nicht so schnell gesund werden können.

Der eigentliche Grund warum wir in Hervey Bay waren, sind Wale! Hier kann man ab 15.7. bis Ende Oktober perfekt whale watching machen. Wir buchten eine 3/4 Tages Tour, wurden am Caravanpark abgeholt und es ging um 08:30 Uhr mit einem Katamaran Boot raus in die Bucht von Hervey Bay.

Die Wale ziehen jedes Jahr an der Ostküste Australiens rauf und runter. Sie machen das wegen der Futtergebiete, die es im Süden von Australien im Sommer reichlich gibt. Da es aber dort im Winter zu kalt für die Kälber wird, ziehen sie nach Norden um dort in Wärmeren Gewässern zu sein. Die Bucht von Hervey Bay bietet sich für eine Rast der Buckelwale an, um dort im ruhigen Wasser zu fressen und zu verschnaufen.

Wir fuhren nicht einmal 15 Minuten mit dem Boot raus und schon tummelten sich zwei Wale vor uns im Wasser. Die Boote dürfen eigentlich nur bis auf 300 m heran fahren und wenn der Wal dann näher kommt ist es ok. Unseren Kapitän juckte dies nicht, es ging ganz langsam sehr nah ran an die Wale. Wir konnten sie vom Unteren der drei Decks fast anfassen, wenn man über die Reling geklettert wäre. So nah waren die Wale am Boot.

Sie bliesen beim Luft holen Wasserfontänen aus, tauchten um das Boot herum, stiegen aus dem Meer auf und schmissen sich wieder ins Meer, lagen seitlich im Meer und schlugen mit der Flosse auf das Meer, lagen auf dem Rücken und waren entspannt.

Einfach Wahnsinn diesen Giganten der Meere zuzusehen und sie so nah zu beobachten!

Das waren nicht die einzigen beiden Wale, wir sahen noch viele weitere die das gleich Spektakel abzogen und so hatten wir viele beeindruckende Momente und Fotos.

Wir konnten auf der Tour sogar noch ein langes Stück der Westküste von Fraser Island vom Meer aus sehen, denn die Tour ging zum Schluss dort entlang zurück nach Hervey Bay. Sehr schön und unberührt, schade, dass man dort nicht so leicht hin kommt.

Mount Moffatt

Sonntag, 16.07.2017

Ein Berg der ebenfalls im Carnarvon National Park lag. Er war nicht weit von unserem "Camping-"/Parkplatz entfernt, etwa 13 km Luftlinie. Doch das dicke Ende kommt jetzt, wir mussten um zum Mount Moffatt zu gelangen, ganze 256 km fahren. Doch das war gar nicht so einfach. Es hatte vormittags gut geregnet und etwa 90 km am Ende dieser 256 km waren unsealed road, die bei regnerischem Wetter unpassierbar waren. Wir erkundigten uns im Visitor Centre in Injune, einem Ort der auf dem Weg zum Mount Moffatt lag. Dort wurde uns gesagt wir könnten fahren, es aber unsicher sei ob die unsealed road offen war wegen des Regens. Wir wagten es und ließen etwas Luft aus den Reifen, um bequemer auf der Schotterpiste zu fahren. Wir hatten Glück und der Regen ließ sogar nach, bevor wir aus Injune los fuhren. Es war sogar trocken in dem Gebiet, das wir durchfuhren. Auf der Fahrt entdeckten wir eine Horde Kängurus, die im Affenzahn etwa 50 m neben der Straße entlang jagten und vor irgendetwas weg hüpften.

Die unsealed road war trocken und somit befahrbar, unsere Ankunft am Mount Moffatt war gesichert. Allerdings standen wir immer wieder vor Herden von Kühen, die im Weg waren, da wir dort durch Gebiete fuhren, in denen Farmer ihr Vieh zu stehen hatten. Man kann sagen, wir fuhren eher über die Weide der Kühe. Auch kamen uns road trains mit Holz beladen auf der schmalen unsealed road entgegen, was in einer Kurve für ein abruptes Ausweichen sorgte, denn mit solchen LKW's will man sich nicht anlegen als kleiner Jeep. Wir wollten möglichst vor Einbruch der Dunkelheit im Mount Moffatt Top Camp ankommen, da wir nicht genau wussten wie lange wir noch für den 4WD track brauchten, der von der unsealed road abging. Nach einer recht tiefen Creekdurchfahrt und anspruchsvollen Fahrt über den 4WD track, kamen wir noch im Hellen an.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt wieder los. Um den Mount Moffatt waren etwa 15 Ziele, die man mit dem Jeep über 4WD tracks erreichen konnte. Man parkte an jeder Station und lief dann noch um die ca. 80 bis 300 m bis zum Ziel.

- Marlong Arch:

- Marlong Plain:

- Lots Wife:


Wir konnten nur sechs Ziele anfahren, da ein Teil der 4WD tracks nicht befahrbar war. Die tracks waren absolut matschig auf Grund des Regens am Vortag. Wir versuchten uns an einem track, aber das Fahren im Matsch war zu riskant mit unseren Reifen. Wir hatten eine ca. 3 cm dicke Matschschicht am Reifen, die Radkästen waren voll mit Matsch und das Fahren war wie auf Glatteis. Der Matsch flog herum und unser Jeep war immer mehr eingesaut. Man konnte den Jeep kaum dort hin steuern, wo man ihn haben wollte. Es war ein einziges Driften und Gegenlenken. Es ging sogar ein wenig bergab und teilweise sind wir recht knapp an Bäumen vorbei geschlittert. Wir kamen gerade so wieder die leichten Steigungen hoch auf den Weg zurück über diesen track. Um den Jeep nicht zu zerlegen, einen Hang runter zu rutschen und auf Hilfe zu warten, fuhren wir an einer Stelle nicht weiter, die uns zu riskant war. Hier waren gerade mal vier andere Jeeps auf einem sehr großen Gebiet unterwegs. Also nicht gerade viel los, um schnelle Hilfe zu bekommen. Es ist aber alles gut gegangen, Josi hat hervorragend diese Schlitterpartie gemeistert! Eine tolle Offroadfahrerin!
Um den Matsch nicht am Auto in einer dicken, getrockneten Kruste zu haben, entfernte ihn Micha mit einem Stock, um es uns leichter zu machen den Jeep zu kärchern.

Nach dieser matschigen Erfahrung fuhren wir wieder zum Mount Moffatt Top Camp und verbrachten diesmal ganz allein dort die Nacht. Jetzt war es so, keine Menschenseele weit und breit, mitten im Nirgendwo, Sternenhimmel, absolute Ruhe, das Outback.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Rückweg nach Hervey Bay. Josi ist leider krank geworden und somit ist Micha die ganze Strecke zurück gefahren. Wenn man seit Tagen sehr holperige Pisten gefahren ist und es immer zu im Jeep wackelt und laut poltert, freut man sich schon ein wenig auf befestigte Straßen.

Wir machten in Roma einen Stop um kurz zu duschen, was zu essen und zu tanken.
Da der Weg bis nach Hervey Bay auf Grund der schon nahenden Dämmerung noch zu weit war, entschlossen wir uns an einer rest area einen Stop zum schlafen zu machen. Uns störte nicht die Dunkelheit zum Fahren, sondern die ganzen Kängurus, die am Straßenrand saßen und jederzeit vor unsern Jeep springen könnten. Wir wollten keins tot fahren, die sind einfach zu süß und es waren wirklich viele!
Der Platz an dem wir also standen war ruhig gelegen, aber es war sehr kalt in der Nacht und am Morgen war dicker, dichter Nebel um uns herum, der sehr lange brauchte sich zu lichten.
Josi ging es nicht wirklich besser, sie bekam sogar Fieber. Im Jeep konnte sie sich nicht gut erholen, zu viel Trubel um einen herum, "Stress" mit dem Schlafplatz und der Dusch suche und der vielleicht zu kalten Nächte im Jeep. Wer kennt das nicht, wenn man Fieber hat und eine dicke Erkältung, dann will man seine Ruhe und die Sache auskurieren. Der Plan wurde also geändert und wir fuhren nach Tiaro. Dort nahmen wir uns für drei Nächte ein Zimmer im Motel. Ein richtiges Bett, warme Dusche, Wasserkocher für Tee und Micha der Josi gesund pflegte. Das Interessante war daran für uns, dass man in Deutschland in seiner Wohnung immer alles zur Verfügung hatte. Hier auf unserem road trip ist das alles etwas anders zu meistern, eine neue Erfahrung.
Nach etwas Genesung von Josi und nun auch bei Micha beginnender Erkältung (aber ohne Fieber), ging es dann über Maryborough nach Hervey Bay.

Carnarvon Gorge

Freitag, 14.07.2017

Das Outback oder auch Hinterland, wie es hier gerne genannt wird, lockte uns wieder mit einem Trip ins Landesinnere. Es ging zur Carnarvon Gorge. Eine Gorge ist eine Schlucht, die vom Carnarvon Creek über Jahrmillionen in das Sandgestein gewaschen wurde. Es waren von Hervey Bay aus 662 km zu fahren. Denn von Rainbow Beach sind wir über Gympie, Tiaro und Maryborough nach Hervey Bay gefahren.

Ein Teil der Strecke begann nach ca. 50 km unsealed road zu werden, das heißt unbefestigt. Die unsealed road ging etwa 30 km durch sehr schöne Landschaft mit Rinderweiden, an Feldern vorbei und über creeks. Wir fuhren früh um 7:00 am los, um entspannt vor Feierabend der Ranger im Visitor Centre der Carnarvon Gorge anzukommen. Wir wollten noch eine Wanderkarte und Infos für den nächsten Tag bekommen. Nachdem wir die Wanderkarte und die Infos eingeholt hatten, beobachteten wir eine Vielzahl an Kängurus und Wallabies, die dort rum hüpften, das Gras fraßen und sich fast nicht von uns stören ließen. Bevor die Sonne unterging, legten mehrere Kookaburra mit ihrem lustigen Geäff los. Dieser Vogel macht sehr ähnliche Laute wie ein Affe. Der Kookaburra wird auch des Bushman's Clock genannt. Immer morgens und abends ist er sehr laut zu hören, wie ein Wecker.

 

Wir schliefen die Nacht auf dem Parkplatz am Eingang zur Gorge, wo sonst niemand war und hofften, dass uns die Ranger nicht bemerkten. Es war stockfinster, absolute Stille und so hatten wir unsere Ruhe.
Am nächsten Morgen ging es früh los, wir hatten ein gutes Stück Strecke vor uns. 22 km wollten gewandert werden. Mit genügend Wasser, ein wenig Wegzehrung und mit Kamera bewaffnet überquerten wir den Carnarvon Creek. Der walking track verlief immer am Rande des creeks und musste ab und an mal überquert werden, was über Steine, die im Flussbett als Weg angelegt wurden, führte. Es war beeindruckend zwischen den etwa 100 m hohen Wänden der Gorge zu wandern. Da dies kein Rundweg war, mussten wir einmal die ganze Gorge durchqueren und alles wieder zurück laufen.

Von diesem main track zweigte als erstes in der Gorge Moss Garden ab. Wir gingen etwa 300 m in einen Arm der Gorge hinein und kamen an eine wunderschöne Stelle, an der ein Bächlein ein Wasserbecken geformt hatte und die Umgebung in sattem Grün erstrahlen ließ. Das Moos spross und das Wasser war glasklar. Das Sandgestein drum herum hatte lila Farbtöne. Wasser sickerte über tausende von Jahren durch das Sandgestein und wusch Mineralien heraus, die dann im lila Farbton wieder zu finden waren.

Von dort ging es zurück auf den main track in Richtung Amphitheater. Was uns dort erwartete, war atemberaubend! Wir standen vor einem Spalt in der hohen Felswand und gelangten über Leitern hinein. Dahinter verbarg sich einen riesigen Raum. Die Felswände wirkten riesig und weit oben konnte man den Himmel sehen. In mitten war Bewuchs. Es waren Farne, kleine Sträucher und Gras. Über Jahrtausende hat Wasser in kleinste Risse des Sandgesteins angefangen immer größere Hohlräume zu waschen, bis solch ein großer Raum entstanden ist. Wahnsinn was die Natur so zustande bringt!

Nach dem Amphitheater ging es zum Ward's Canyon. Hierfür verließen wir auch wieder den main track über Stufen ein kleines Stück hinauf. Dort kamen wir an einen kleinen Wasserlauf, der sich durch kleine Wasserbecken und um in sattem Grün stehende Baumfarne schlängelte. Es war wieder ein schmaler Arm, der von der großen Schlucht weg führte. Unter großen Felsüberhängen durch ging der Weg, der immer wieder den kleinen Wasserlauf kreuzte.

Die Art Galerie war das vorletzte Ziel auf dem Hinweg zum Ende des main tracks. Hier konnte man Wandmalereien der Aborigines bewundern, die hier über Jahrhunderte jagten, lebten und Zeremonien vollzogen. Sie hinterließen ihre Handabdrücke, Zeichnungen von Waffen, Werkzeugen, Netzen und Tieren. Auch ritzten Frauen mehrmals die Vulva ins Sandgestein, was als Zeichen der Fruchtbarkeit stand.

Vo diesen Malereien ging es zum Ende des main tracks. Hier konnten wir in der Cathedral Cave ebenfalls Malereien der hier mal gelebten Aborigines bewundern. Doch dieser Ort war heilig, da hier die ganzen Zeremonien und Rituale abgehalten wurden, in denen Mädchen zu Frauen und Jungen zu Männern wurden. Sterbende wurden hier verabschiedet und Neugeborene im Stamm willkommen geheißen.

Der main track war hier zu Ende, wer ein Zelt und die ganze Ausrüstung dabei hatte, konnte ab dem Punkt auf einen 87 km langen Rundweg auf der Hochebene der Gorge entlang wandern und in bushcamps schlafen. Wir begaben uns aber auf den Rückweg zum Jeep, sahen Sandgestein in den verschiedensten Farben, was wir vorher noch nie so gesehen hatten. Umso näher wir dem Eingang der Gorge kamen, umso mehr taten uns die Füße weh. Es waren insgesamt 22 km, die wir vorher noch nie gelaufen waren. Darauf gab es im Jeep vor dem Abendbrot erstmal ein Bierchen und erholsames Sitzen.

Am nächsten Tag waren unsere Füße wieder einsatzbereit und es ging für uns rauf auf die Hochebene der Gorge nach Boolimba Bluff. Es waren "nur" 6,4 km für hin und zurück. Das erste Drittel des tracks war wie der main track vom Vortag, gemäßigtes, entspanntes wandern. Das zweite Drittel, was ein Aufstieg über unzählige Stufen und Leitern, die uns die 200 m hoch, zum schnaufen und schwitzen brachten. Waren wir froh als wir oben waren, denn das letzte Drittel des Weges war entspannt und auf einer Ebene. Wir hatten von dort oben einen grandiosen Ausblick über die ganze Gegend vor der Gorge. Über Felder, Rinderweiden und Wälder. In Richtung Gorge hatte man leider nicht so ein guten Einblick, da der Wald um uns herum uns die Sicht nahm. Wir hätten gerne mal von oben auf die Gorge geschaut, in der wir entlang gewandert sind.

 

Nach einem Dutzend Fotos liefen wir zurück, wobei der Abstieg nicht mehr so kräftezehrend war und uns taten die Füße auch nicht so weh wie am Tag zuvor.
Am Jeep angekommen hatten wir noch Zeit und fuhren zur nahe gelegenen Baloon Cave. Hier gab es wieder Malereien der Aborigines zu sehen.

Der Rock Pool war auf dem Weg zurück zu unserem "Camping-"/Parkplatz der letzte Stop für diesen Tag. Es war ein Fels mit Aushöhlung in der Mitte, der an einem großen Wasserbecken des Carnarvon Creeks lag. Wir bemerkten dort, dass irgend ein Tier im Wasser rum tauchte. Wir dachten erst es ist ein Platipus (Schnabeltier), was dort heimisch war, aber bei näherer stiller Beobachtung erkannten wir, dass es eine Art Otter sein musste. Auch sahen wir Schildkröten, die dort herum schwammen. Ein Becken voller Leben!

Fraser Island - Part 2

Mittwoch, 05.07.2017

Wir konnten es uns nicht verkneifen. Fraser Island hatte uns in seinen Ban gezogen. Es ging ein zweites mal auf diese wunderschöne Insel! Diesmal alleine.

Wir mussten allerdings erst ein mal in Gympie (eine Stunde fahrt von Rainbow Beach ins Landesinnere entfernt) unsere Auto mit neuem Pink Slip (TÜV), Green Slip (Personenversicherung bei der NRMA [Australischer ADAC in NSW]) und erneuerter Registrierung in New South Wales (NSW) machen um wieder offiziell auf Australiens Straßen fahren zu dürfen. Das Ganze lief so ab:
- Ein Mechaniker in einer Autoschrauberbude machte den Pink Slip (TÜV), (läuft hier sehr lasch ab, nicht wie in Deutschland, mal hier und da geschaut, fertig!)
- Danach wurde beim NRMA angerufen und die Versicherungspolice verlängert und per VISA Card bezahlt. Wir bekamen gleich die Dokumente per eMail zugeschickt und damit war der Green Slip verlängert.
- Als letztes riefen wir beim NSW Service an, haben denen dann den Pink und Green Slip per eMail zugeschickt und auch per VISA Card bezahlt.
- Fertig!
An einem Tag alles ohne Probleme erledigt, das wäre auch mal was für die Deutschen Behörden, weniger Bürokratie. ;-P
Nun war unser Jeep wieder offiziell für ein Jahr unterwegs.

Im Anschluss gingen wir in Gympie einkaufen und fuhren dann zurück nach Rainbow Beach. Auf dem Weg wurde noch günstig getankt und dann in Rainbow Beach der Luftdruck der Reifen halbiert. Das Ticket für den Jeep hatten wir noch (einen Monat gültig) und somit war alles vorbereitet, dass am nächsten morgen nach Fraser Island übergesetzt werden konnte.

Wir standen um sechs auf, machten uns schnell ein paar Toasts am Jeep und fuhren los zur Anlegestelle der Fähre am Strand. Wir setzten rüber nach Fraser Island und fuhren den Strand wieder hoch nach Norden. Dieses Mal war die low tide schon früh um acht rum und somit mussten und wollten wir vor der high tide in Waddy Point ankommen. Die high tide kam nicht so hoch wie an manch anderen Tagen. Die Tidenhöhe oder -tiefe ist nicht immer gleich. Wir konnten somit noch ein kleines Stück weiter den Strand entlang an Waddy Point vorbei in Richtung Norden zum Ocean Lake hoch fahren. Dieser Lake liegt in den Dünen und ist mit einem 1km langen Walking Track an einer Seite des Sees zu belaufen. Der Lake hat Süßwasser und nicht wie wir erst vermutet hatten Salzwasser auf Grund des Namens. Wir liefen den Track entlang und fuhren dann nach Waddy Point zurück.

Waddy Point ist malerisch schön und wir schliefen drei Nächte dort. Diese Bucht bietet soviel schöne Stellen. Wir erklommen die höchste Sanddüne und schauten von dort oben den Sonnenuntergang an, saßen auf der Felsformation und schauten den Wellen zu wie sie zerschellten, beobachteten von dort unzählige Wale wie sie vorbei schwammen, aus dem Meer hoch stiegen und sie sich wieder ins Meer schmissen, Wasserfontänen sprühten und mit ihren Flossen aufs Meer schlugen. Einfach atemberaubend, diese Giganten zu beobachten. Delfine konnten wir auch wieder erspähen, wie sie in Gruppen um Waddy Point schwammen. Es wurde gebadet im Meer und gesonnt am Strand. Lagerfeuer mit Marshmallows gab es an zwei Abenden und Sternenhimmel in Hülle und Fülle.

 

Von Waddy Point wagten wir noch ein mal die sehr schwierige Passage in der sich unsere vier Begleiter vom ersten Fraser Island Aufenthalt fest gefahren hatten. Wir wollten uns Sandy Cape, den nördlichsten Punkt der Insel, anschauen. Es ging los und was erwartete uns an diesem Punkt mit dem extrem weichen buddeligen Sand?! Richtig, zwei Jeeps vor uns die darauf warteten das sich ein Jeep auf dem Track aus dem Sand befreite, er hatte sich fest gefahren. Es waren aber schon ein paar Helfer vor Ort um den Jeep mit Schaufeln und den recovery tracks zu befreien. Wir mussten auch gar nicht lange warten und der Jeep war wieder am Fahren. Es konnte weiter gehen. Die beiden Fahrer der Jeeps vor uns hatten Erfahrung mit der Stelle und kamen ohne Probleme durch, so wie wir! Die Anspannung war aber bei Josi und mir bei der Fahrt durch diese Stelle spürbar da.

Sandy Cape ist eine Strandspitze mit vorgelagerter Sandbank. Das Meer ist kristallklar und türkis am Schimmern. Dort an der Spitze der Insel fuhren wir den Strand nach Westen und kamen zum Lighthouse. Wir parkten den Jeep oberhalb am Strand und liefen den Walking Track hoch zum Leuchtturm. Von dort oben hatte man einen wunderschönen Blick in Richtung Sandy Cape und zum oberen Teil des östlichen Strandes. Man sah wieder riesige Sanddünen, viel tropischen Wald und wie die Sonne auf dem Meer tanzte.

Wir konnten uns nur schwer von Waddy Point trennen, aber die Insel hat ja noch viel mehr, was wir noch mal genießen wollten. Auf dem Weg zum Lake Wabby machten wir kurz halt bei den Pinnacles. Die Pinnacles sehen aus wie Felsen sind aber mehrere Schichten Sand aus mehren Jahrhunderttausenden in den verschiedensten Farben.

Nun ging es aber weiter zum Lake Wabby, in dem wir diesmal baden gingen, bevor es ihn irgendwann nicht mehr gibt. Diese Kombination aus tropischem Wald an der einen Uferseite des Lakes und dann die riesige Düne an der anderen Seite des Lakes, ein einzigartiger Anblick.

Von Lake Wabby fuhren wir wieder zurück zum östlichen Strand um dort die Nacht in der Cornwells Camping Zone direkt am Stand und Meer zu schlafen. Bis auf ein weiteren Jeep war dort kein Mensch und wir genossen die Stille und das Meeresrauschen.

Der nächste Tag wurde am traumhaften Lake McKenzie verbracht. Wir fanden eine ruhige Stelle, an der nicht so viel Trubel war durch die Touren die dort immer mit ca. 30 Leuten auf einmal aufschlugen. Dort war es zwar nicht ganz so flach um lange rein ins Wasser laufen zu können was uns aber dazu animierte Videos in Slo-Mo zu machen wie wir eine Arschbome und Kopfsprung in dieses fantastische Wasser machten. Dieser Lake ist einfach einmalig, sowas paradiesisches hatten wir noch nicht gesehen! Dieser wirklich fast schneeweiße Sand, die Türkise Farbe der kristallklaren Wassers, unglaublich! Auch hier konnten wir uns uns nur schwer trennen, aber man durfte hier nicht Campen. Es ging diesmal für uns zur Central Station. Der Campground liegt mitten im tropischen Wald und war der nächste um am nächsten Tag von dort weiter zu den nächsten Seen zu fahren.

Der nächste See war der Lake Birrabeen. Hier war so gut wie nichts los, ab und an kam mal ein Jeep mit ein paar Leuten aber sonst hatte man dort eher seine Ruhe. Hier verbrachten wir den Tag mit sonnen, baden gehen und wir machten wieder ein Slo-Mo Video.

Das war der letzte See und es ging zurück zum östlichen Strand. Wir schauten auf den Tidenkalender und hatten genug Zeit um an Dilli Village vorbei wieder eine Camping Zone zu fahren. 21km 4WD Track lagen vor uns, es war erst um 4:00 pm und um ca. 6:45 pm sollte high tide sein. Doch weit gefehlt! Als wir an den Zugang vom 4WD Track auf den Strand kamen, staunten wir nicht schlecht. Es war um kurz vor 6:00 pm und der Strand war fast von der high tide eingenommen. Wir hatten damit nicht gerechnet, es waren ja noch 45 min bis zum Höchststand der tide und nur ein kurzes Stück bis zur Einfahrt der camping zone. Aber der Höchststand für diese tide lag bei über 2 m und somit im maximalen Bereich auf Fraser Island. Da es schon dunkel war und wir nur ein kleines Stück zur camping zone am Strand fahren mussten, wagten wir uns aus der Zufahrt auf den Strand und fuhren los. Wir sagten uns, wenn es nicht geht, drehen wir sofort um und fahren zur Zufahrt zurück, wo wir sicher vor der high tide waren. Es war Nervenkitzel pur, denn nur ca. 3 m rechts vom Jeep spülten die Wellen hoch, links waren direkt die Dünen, die man nicht befahren konnte. Und plötzlich tauchte im Lichtkegel der Scheinwerfer ein creek auf. Bei low tide kein Problem zu durchfahren, aber bei high tide war durch den hohen Stand des Meeres ein richtig tiefes, mit Strömungen durchzogenes Flussbett zu sehen. Auch waren Sandkanten von mehr als ca. 30 cm vom creek in den Strand gespült worden. Wir konnten diese Kanten nicht runter und erst recht nicht wieder hoch und raus aus dem creek fahren. Der Sand in dem entstandenen Wasserbecken war sicher weich und das heran strömende Wasser des creeks hätte unseren Jeep nur einsinken lassen. Dann wären wir der high tide ausgesetzt gewesen und hätten unseren Rudi verloren. Zu riskant, also drehten wir "schnell" im weichen Sand um, fuhren zur Zufahrt zurück und retteten uns dort in eine Ausweichstelle, von der man auf den Strand schauen konnte. Dort machten wir uns einen Plan. Es gab Abendbrot, wir wuschen ab, machten unser Bett im Jeep fertig und legten uns für zwei Stunden hin. Um 11:00 pm klingelte der Wecker, es war 2 Stunden vor low tide, also gut zum Fahren auf dem Strand. Wir standen auf und fuhren im sehr weichen und matschigen Sand mit hoher Anspannung den Strand im absoluten Dunkeln entlang. Wir wussten nicht genau, wann die Zufahrt zur camping zone kam. Doch wir hatten Glück, der creek war jetzt gut zu durchfahren und die Zufahrt war schnell gefunden. Jetzt suchten wir uns einen ruhigen Platz in den Dünen zum Schlafen. Das Unterfangen war gelungen ohne dass wir uns und den Jeep in Gefahr gebracht hatten.


Am Morgen wachten wir in den Dünen auf, schauten aus dem Fenster direkt auf das Meer. Wir gingen wieder baden und entdeckten plötzlich, dass etwas vor uns im Wasser schwamm. Es bewegte sich und bewegte uns, schnell aus dem Meer zu gehen. Hier ist eigentlich baden verboten auf Grund der Strömungen und der Haie, die davon angezogen werden. Wir waren an sich nur vorne im Bereich, wo sich die Wellen brachen und nichts von der Strömung zu spüren war, aber anscheinend lockte dies einen Meeresbewohner an. Ob es ein Hai war konnten wir nicht direkt erkennen, doch das Baden war hiermit beendet.

 

Wir fuhren ganz entspannt los, um noch vor dem Übersetzten mit der Fähre am Strand Mittag zu machen. Dabei bekamen wir Besuch von drei Dingos, die interessiert daran waren, was wir kochten. Sie kamen bis auf eine Schrittlänge nah an uns ran. Man beäugte sich, aber die Dingos zuckten bei der kleinsten Bewegung von uns zurück. So blieb es dabei, dass sie sich interessiert bei uns um den Jeep drückten, aber dann abzogen. Während wir aßen konnten wir noch beobachten, wie sich ein Tourbus im Sand fest fuhr und nach langen hin und her dann befreien konnte. Lustiges Spektakel wenn man bedenkt, dass die Fahrer fast täglich auf Fraser Island unterwegs sind und eigentlich Erfahrungen haben müssten, was das Fahren dort angeht.

Nun war es soweit, schweren Herzens verließen wir Fraser Island mit der Fähre zurück nach Inskip Point, wo wir beim malerischen Sonnenuntergang die Nacht auf dem campground am Strand verbrachten.

Fraser Island - Part 1

Sonntag, 25.06.2017

Nun war es endlich soweit, es ging los auf Fraser Island! Wir hatten schon soviel davon gehört und gesehen aus Berichten und Fotos von Freunden. Fraser Island ist eine, man kann sagen, riesige in 800.000 Jahren angehäufte Sandbank. Mehrere Schichten Sand finden sich dort in den verschiedensten Farben. Man kann die Insel als Naturwunder bezeichnen, denn eine Zweite in der Größenordnung gibt es nicht auf der Welt. Wir standen vor der Einfahrt zum Strand in Inskip Point um die Landungsfähre rüber auf die Strandseite von Fraser Island zu nehmen. Wir ließen bei beiden Jeeps die Luft aus den Reifen und halbieren so den Luftdruck um am Strand im Sand besser fahren zu können. Die vier Backpacker die mit uns das Abenteuer wagen wollten hießen Tinka, Lorenz, Max und Flo. Wir fuhren über den Strand zum Anlegepunkt der Landungsfähre.

Die Fähre landete und wir fuhren direkt vom Strand aus hinauf. Die Fahrt von etwa 10 Minuten kostete für hin und rück $120. Nicht gerade ein Schnäppchen, denn man musste ebenso $48 Gebühr für den Jeep und "eigentlich" jede Nacht $6,15 pro Person zahlen. Nach der Landung am Strand von Fraser Island ging die Fahrt los. Wir fuhren erst einmal von Süden beginnend die Insel am östlichen Strand hoch. Der Plan war von Norden dann runter zu fahren und die Highlights der Insel in Richtung Fähre zurück zu erkunden.

Auf dem Weg nach oben sahen wir uns als erstes die S.S. Maheno an, ein Schiffswrack. Es wurde im ersten Weltkrieg als Lazarettschiff eingesetzt und bei einem heftigen Sturm an die Küste der Insel getrieben. Es sollte zu einem Zerlegeplatz gebracht werden, kam dort aber nie an. Das Wrack lag schon tief im Sand und rostete vor sich hin.

Die Insel hat eine Gesamtlänge von 120km und somit war viel Strecke bis zum ersten Campground der auf Anfang des
letzten Drittel lag zurück zu legen. Die Fahrt war wunderschön und macht riesigen Spaß, denn es gab Passagen die dem Fahrer und dem Jeep einiges abverlangten. Es war teilweise schmal und felsig und manchmal mit sehr tiefen Fahrspuren im weichen Sand. Auch wurden am Strand kleine Flüsse durchquert, die ins Meer mündeten.

In Dundubara, dem ersten Campground, angekommen wanderten wir zu riesigen Sanddünen und machten eine lustiges Slo-Mo Video vom Sprung einer Düne hinunter.

Am nächsten Tag wollten wir den nördlichsten Punkt der Insel erkunden. Doch dazu kam es nicht. Der zweite Jeep mit unseren vier Backpackerfreunden fuhr sich an einer sehr schwierigen Passage im tiefen weichen Sand fest. Es gab kein Vor und Zurück mehr. Josi und ich schafften die Passage zum Glück bis zum Ende. Wir wunderten uns erst warum der zweite Jeep nicht nach kam. Wir liefen zurück und halfen den vier sich zu befreien. Australier die auch dort lang wollten kamen zu Hilfe. Es wurde gebuddelt, spezielle Bretter (recovery tracks) unter die Reifen geschoben und mit einem zweiten Jeep und Schleppseil versucht den Jeep zu bergen, denn ein Bergen vom Profi auf Fraser Island kostet ca. $1000. Es gelang zum Glück, aber nur kurz. Der Jeep rutschte seitlich im weichen Sand den Hang runter und drohte sich zu überschlagen. Jetzt war guter Rat teuer, denn die es gab noch ein Problem. Der Strand konnte nur befahren werden, wenn der Tidenstand niedrig war. Es gab an dem Punkt keine 4WD Tracks, die im Innern der Insel verliefen. Um dort also nicht dem Meer bei Flut ausgesetzt zu sein, musste der Jeep geborgen werden, ohne sich zu überschlagen. Wir konnten an dieser Stelle nicht mehr das ziehen mit einem zweiten Jeep versuchen und buddelten so den Sandhang unter dem Jeep flacher um ihn mehr in die Gerade zu bekommen. So gelang es uns dann, den Jeep rückwärts vom Hang auf den Strand zu bekommen. Operation nach 2 h und 20 min gelungen ohne Überschlag.

Da das Meer schon zu hoch auf den Strand gekommen war und die vier sich nicht noch mal durch diese schwierige Stelle trauten, fuhren wir ein Stück zurück nach Waddy Point. Wir bekamen unseren Jeep dank Micha, ohne uns festzufahren, wieder zurück über diese schwierige Passage. Waddy Point ist eine wunderschöne Bucht. Das Meer ist kristallklar, der Sand fein, ein paar Palmen, hohe Sanddünen und tolles Panorama! Auch konnten wir Dingos am Strand beobachten wie sie dort rum lagen und rum liefen. Der Campground war in Beach Nähe. Wir parkten also die beiden Jeeps an einem Camp Spot und machten uns einen entspannten Abend am Lagerfeuer. Das Holz dazu haben wir uns an einen Holzhaufen an einer Müllstation zusammen geklaubt. Ist eigentlich nicht erlaubt denn man muss sich fertig gespaltenes Holz mitbringen.

 

Nach ruhiger Nacht mit Meeresrauschen und morgendlichen Bad im Meer fuhren wir zu den Champagner Pools. Diese beiden Meerwasserbecken liegen im Fels direkt am Meer. Wenn die Flut kommt, spülen die Wellen rein und man badet im Schaum wie in Champagner. Geniale Sache, rein und eine Runde drin gebadet.

Weiter ging es nach Indian Head. Oben von dieser Felsformation kann man mit etwas Glück Delfine, Wale, Haie und Rochen beobachten. Und wir haben all diese Meeresbewohner von dort oben aus erspähen können!

Eli Creek war dann das nächste Ziel. Dieser Fluss fördert pro Stunde 4 Millionen Liter kristallklares frisches Wasser zum Meer. Man kann von der Mündung den Fluss ein kleines Stück ins Landesinnere im Wasser rein laufen und sich dann wieder zurück zum Meer treiben lassen. Geht auch ohne Schwimmreifen oder Luftmatratze. Man treibt durch wunderschöne Ufervegetation zurück zum Strand.

Nun wollten wir das Landesinnere der Insel sehen und fuhren einen 4WD Track rein. Es gab nur eine Spur und die war mit weichem Sand gespickt. Wenn einem einer entgegen kam, musste einer von beiden auf eine Ausweichstelle fahren. Kein einfaches Unterfangen in dem weichen Sand. Wurzeln der Bäume machten ein "schnelles" voran kommen etwas schwer, da sie teilweise sehr hoch vom Boden abstanden und mit Feingefühl im Pedal überquert werden mussten. Das Ziel auf diesem Track war der Lake Garawongea. Dadurch, dass der See im Wald lag, hatte er eine sehr dunkelbraune Farbe. Wir aber sprangen trotzdem mal rein.

Von diesem Lake ging es dann über den 4WD Track zurück an den östlichen Strand. Hier über den ganzen Strand entlang verteilt gab es immer mal wieder Zones in denen gecampt werden durfte. Wir suchten uns die Winnam Zone aus und verbrachten Abend und Nacht direkt am malerischen Strand.

Nach dieser Nacht ging es für Josi und mich erst einmal alleine weiter. Der zweite Jeep hatte Schaltprobleme, was aber nach kleiner Selbstreparatur vor Ort behoben werden konnte, wie wir dann erfuhren. Wir tourten aber an diesem Tag alleine durch das Landesinnere der Insel. Als erstes ging es für uns zum Lake Wabby, der im Jahr um etwa 3m kleiner wird, da eine große Sanddüne ihn immer mehr zu schüttet. Irgendwann wird es diesen Lake nicht mehr geben.

Der Track brachte uns weiter zur Westküste nach Kingfisher Bay. Diese Seite ist bis auf ein kurzes mit sehr weichen Sand befahrbares Stück am Strand sonst nicht erlaubt zu befahren. Auf dieser Seite ist das Meer ruhig und es soll laut der Karte, die wir bekommen hatten, hier Salzwasserkrokodile an den Flussmündungen geben.

Wir hielten uns kurz am Hafen auf und fuhren weiter zum sagenumwobenenLake McKenzie! Dieser Lake besteht nur aus angesammelten Regenwasser und ist kristallklar und reich an Mineralien. Der Sand ist fast schneeweiß und das Wasser schimmerte türkis. Ein Traum, so in etwa muss das Paradies sein! Wir sprangen hier natürlich ins Wasser und tauchten durch das kristallklare Wasser. Wenn man auf Fraser Island war, muss man in diesem See gewesen sein!

Wir konnten uns nur schwer von Lake McKenzie trennen und fuhren zum mit dem zweiten Jeep verabredeten Campground an der Westseite der Insel. Auf dem Weg dahin wurde vor Rauchvergiftung gewarnt, denn die Ranger müssen ab und an mal den Busch kontrolliert abbrennen um verheerende Waldbrände zu verhindern. Für uns ging aber keine Gefahr am Campground in Ungowa aus. Hier verbrachten wir ohne Krokodile die Nacht.

An unserem letzen Tag ging es wieder gemeinsam mit dem zweiten Jeep weiter. Das nächste Ziel im Landesinneren war der Lake Birrabeen. Nicht ganz so paradiesisch schön wie der Lake McKenzie aber nicht so überlaufen. Auch hier sprangen wir natürlich rein und badeten.

Vom Lake Birrabeen kam der letzte Lake auf dem 4WD Track, der Lake Boomanjin. Hier sprangen wir nicht ins Wasser da der Lake am austrocknen war und eher eine rötliche Brühe war. Wir verweilten nur kurz am Ufer und fuhren weiter.

Die Fahrten auf den 4WD Tracks sind lang. Man braucht natürlich mehr Zeit, da die Begebenheiten ein schnelles Vorankommen teilweise nicht möglich machten. Man war für etwa 10km mal eben eine Stunde mit dem Jeep unterwegs. Dabei muss man immer im Kopf behalten, wenn man zurück zum Strand will muss das Meer gerade in der low tide sein, um eine Camping Zone oder Campground zu erreichen. Wenn das zeitlich nicht geht, gibt es auch Campgrounds im Landesinneren. Das Knifflige ist, die Zeiten ändern sich von Tag zu Tag immer für die low tide und high tide. So fährt es sich am besten am Strand zwei Stunden vor und nach der low tide.

Da wir die Insel wieder verlassen mussten, fuhren wir also zum Strand, da gerade low tide war. Zur Not gibt es ab einem bestimmten Punkt einen Inlandstrack, der sich aber nicht so schön fahren lässt wie der Strand. Am Strand machten wir an einer schönen Stelle halt und nahmen dann die vorletzte Landungsfähre zurück nach Inskip Point. Dort angekommen fuhren wir langsam mit halb vollen Reifen nach Rainbow Beach zur Tankstelle um die Reifen wieder zu füllen. Hier hieß es dann umladen der Jeeps und verabschieden. Unsere Reisegruppe löste sich hier nach dem Abenteuer Fraser Island auf. Wir kehrten alleine zu einem Campground in Inskip Point am Strand zurück und konnten gerade noch die Sonne untergehen sehen.

Der Fairy Pool und treffen in Rainbow Beach

Mittwoch, 21.06.2017

Nach den ganzen aufregen Tagen am Berg und im Zoo ging es weiter nach Noosa. Ein Ort in dem man sich nicht länger aufhält als nötig. Dort wird Oberflächlichkeit ganz groß geschrieben. Sehen und gesehen werden ist dort an der Tagesordnung. Wer hier kein Geld ausgeben will, ist Bürger zweiter Klasse. Backpacker sind hier also nicht gerne gesehen. Das haben wir auch zu spüren bekommen. Nichts desto trotz lockte uns dort der Fairy Pool. Ein Wasserbecken in den Felsen am Meer. Um dort hin zu gelangen wanderten wir einen recht schönen Walking Track durch den Noosa National Park. Erst etwas durch Wald, dann am Strand entlang und schließlich kam man zu den felsigen Klippen, wo der Pool war. An der Küste war es an diesem Tag sehr stürmisch und wir konnten uns richtig gegen den Wind lehnen ohne um zu fallen.

Am Pool angekommen, zogen wir uns kurzerhand aus und sprangen in Badesachen rein. Eine schöne Erfrischung und nettes Bad. Ab und zu kamen ein paar Ausläufer der starken Wellen rein geschwappt was für ein paar Turbulenzen im Pool sorge. Blöderweise verletzte sich Micha am großen Zeh dabei und musste mit dem Taschenmesser den Dreck unter dem aufgerissenen Nagel hervor holen. Aber, nichts für ungut, ist schon wieder alles gut.

Nach diesem Bad im Pool ging es nun weiter. Wir liefen zurück zum Auto und machten uns auf den Weg eine Dusche zu finden. Beim ersten Caravan Park klappte es nicht. Beim zweiten wurden wir angesprochen und uns wurde mit der Polizei gedroht wenn wir nicht auf der Stelle verschwinden würden. Gesagt getan! Es ging ohne Dusche weiter und wir entfernten uns von Noosa um auf einem Rastplatz am Highway zu schlafen.

Am nächsten Tag ging es nach Rainbow Beach. Der Name lässt schon ahnen das es dort schön sein wird und das war es auch. Ein wunderschöner Strand mit nettem Ort. Hier soll der Sand am Strand im Sonnenlicht in Regenbogen Farben schimmern. Haber wir aber noch nicht entdeckt. In Rainbow Beach nutzten wir die kalten duschen am Strand die for Free waren.

Lustiger Weise trafen wir dort zwei Autos mit vier netten Deutschen die von dort nach Fraser Island wollten so wie wir. Wir kamen ins Gespräch und kurzerhand entschlossen wir uns gemeinsam nach Fraser Island zu fahren. Jeder erledigte an dem Abend noch alles was zu machen war und es wurde sich zum netten Beisammensein auf einem Campground am Strand zum Abend getroffen. Am nächsten Tag wurden dann die beiden Jeeps fertig gemacht und die Genehmigungen eingeholten um auf die Insel zu kommen. Das Abenteuer Fraser Island konnte beginnen.

Bergsteigen in den Glashouse Mountains. Wildlife im Australia Zoo

Montag, 19.06.2017

Wir hatten Brisbane jetzt genug belagert, weiter ging es zu den Glashouse Mountains. In den Glashouse Mountains begaben wir uns zu einem Lookout den wir mit dem Jeep erreichen konnten. Dort konnte man weit über den National Park blicken und das Meer sehen.

Wir wollten aber wandern und fuhren somit zum Mount Tibrogargan. Hier liefen wir einen 13km langen circuit um den Mount herum. Auch hier kamen wir zu schönen Lookouts und genossen den Ausblick.

Wir hatten im Visitor Center davon gehört dass man den Mount auch besteigen konnte es aber mit etwas klettern verbunden war. Wir dachten uns, ist ja kein Problem, haben wir ja schon öfter gehabt. Also ging es auf zum Walking Track, der auf den Mount führte. Es war schon recht mühsam, steinig und steil den ersten Teil des Weges zu laufen, aber was dann kam war echt ne Hausnummer! Jetzt war freeclimbing angesagt. Man musste ca. 25 Meter bouldern, sprich klettern ohne Absicherung und das bei einer Neigung von 50 - 60 % laut Schild was dort angebracht war. Es waren auch einige Leute dort die wie wir den Aufstieg machen wollten und welche die von oben runter geklettert kamen. Wir schauten uns an wie die Leute vor uns es machten und wagten dann auch den Aufstieg. Doch wir mussten dann feststellen, dass unsere Trecking Sandalen nicht das geeignete Schuhwerk waren. Wir rutschten mit unseren Sandalen und hatten somit keine Standsicherheit was zu gefährlich war. Wir machten von der erklommenen Höhe ein paar Tatfotos und kletterten wieder runter. Wir fragten uns echt, warum solch ein Track offen ist für jedermann und andere Tracks, auf denen umgestürzte Bäume im Weg liegen, geschlossen sind. Wenn man dort abrutscht kann es das gewesen sein, bei der Höhe und ohne Sicherung.

Im Jeep ließen wie das gerade erlebte noch mal Revue passieren und fuhren zum Nächtigen nach Beerwah wo wieder schwarz geduscht und am Straßenrand im Jeep geschlafen wurde.

Dort in der Nähe lockte uns dann am
nächsten Tag der berühmte Australia Zoo wo Steve Irwin mit seinen wilden und gefährlichen Krokodil Shows, die Besucher lockte. Wir liefen den ganzen Tag durch den Zoo und schauten uns allerlei Getier an. Um 12:00 Uhr gab es im Crocoseum eine Vogel Show in der Papageien und andere heimische Vogelarten ihre Runden drehten und zeigten was sie so können. Aber das Highlight kam ja noch, eine Krokodil Show aller Steve Irwin. Das Krokodil wurde raus gelockt und mit Fleisch aus der Hand des Akteurs gefüttert. Sehr spannend und aufregend, denn die drei Männer befanden sich mit einem 3 Meter Salzwasser Krokodil in einem Gehege.

Ein weiteres Highlight waren Kängurus mit denen man auf der Wiese chillen konnte oder ein Selfie machte. Sie waren absolut handzahm und konnten auch gestreichelt werden. Eine echt lustige Begegnung.

Was gibt es aber süßeres als ein Koala Baby, was aus dem Beutel seiner Mutter schaut!? Das war ein Glückstreffer in dem Moment dort zu sein als das kleine raus schaute. Aber nicht nur das kleine Koala Baby war süß. Die ausgewachsenen Artgenossen machten sich (wenn sie wach waren) über die Eukalyptus Blätter her und kletterten putzig an den Stämmen rum. Wir konnten sogar ein Foto mit einem Koala machen und ihn sogar streicheln. Ein echt toller Tag in einem echt tollen Zoo!

Im Outback nach Lightning Ridge. Wo sind die Opale und ab in die Mine

Freitag, 16.06.2017

Die Tage des Regens waren noch nicht vorbei und wir hatten unser nächstes Ziel im Auge. Wenn die Sonne nicht zu uns kommt, fahren wir zur Sonne. Es ging ins Outback. Wir hatten in Tambourine Mountain von der Besitzerin eines Opal Ladens den Tip bekommen das es in Lightning Ridge schwarze Opale zu finden gibt. Dort schien die Sonne und wir bereiteten uns vor, 703km ins Landesinnere zu fahren. Es war wie wir es immer im Fernsehen und auf Fotos gesehen hatten. Kilometer lange Gerade Straßen mit flachem Steppen Land und riesigen Feldern. Road Trains die mit drei Trailern hinter der Zugmaschine fuhren. Rinder Herden, die auf der Straße liefen und die Straße versperrten. Die letzten ca. 50km fuhren wir auf einer roten staubigen Schotterstraße. Auch hier wieder Kilometerlang nur geradeaus.

Wir entdeckten auf WikiCamps, dass es dort einen Campground auf einer Farm gab, der for free war. Die Farmfamilie nutzt somit die Gelegenheit, neue Leute kennen zu lernen. Wir fuhren auf die Farm und entdeckten noch andere Camper, die dort ein Feuer machten. Wir wurden herzlich empfangen und eingeladen uns mit zu ihnen zu setzen. Wir begrüßten die Farmfamilie und konnte alles nutzen, Toilette und Dusche im Haus.

Am nächsten Tag ging es von Lightning Ridge aus etwa eine Stunde mit dem Jeep nach Sheepyard Grawin. Dort sollte es zwei riesige Berge Abraum aus den Opal Minen geben, in denen wir unser Glück versuchen wollten, Opale zu finden. Wir fuhren wieder über die roten staubigen Schotterstraßen und erreichten die Siedlung, die nur aus kleinen Hütten mit Minen Eingängen im Boden, alten Fahrzeugen und kleinen Abraum Hügeln bestand. Wir suchten die riesen Berge von Abraum, aber konnten sie nicht finden. Wir hielten an einer Hütte, um zu fragen. Der Mann, der uns entgegen kam, begrüßte uns ganz freundlich und stelle uns seine Frau vor. Peter und Francis hatten ein Stück Land und gruben hier seit mehreren Jahren nach Opalen. Die beiden konnten uns natürlich den Weg beschreiben. Peter fragte uns plötzlich ob wir nicht Lust hätten, die Mine der beiden zu besichtigen. Gesagt getan. Der Dieselgenerator wurde angeschmissen, das Schloss vom Eingang der Mine in den Boden geöffnet und ein Helm aufgesetzt. Peter ging die Leiter voran runter, danach wir beide. Francis kam mit einer Taschenlampe hinterher. In etwa 10 Meter tiefe konnte man nur im vorderen Bereich der Mine gerade stehen. Weiter hinten war es nur in etwas gebückter Haltung möglich zu stehen. Sie zeigten uns die ganze Mine, ihre Gerätschaften zum Abbau der Tonerde und erzählten uns wie es ist hier nach Opalen zu suchen. Auch konnten wir sogar den Blick auf eine graue Ader in der Tonerde erhaschen wo sich laut Aussage der beiden, Opale befinden werden. Wir waren absolut begeistert davon das wir spontan die Möglichkeit bekommen haben eine private Opal Mine zu besichtigen. Das Highlight zum Schluss, die beiden schenkten uns zwei kleine Stücken weißen Opals, den sie am Tag zuvor gefunden haben. Sehr nette und herzliche Leute die beiden.

Nun fuhren wir aber zu den Abraum Bergen und staunten nicht schlecht als wir davor standen. Weis und riesig tauchten sie vor uns auf. Wir parkten direkt davor und erklommen den ersten Berg. Wir suchten knappe fünf Stunden und wurden so ganz nebenbei bei unserer Mittagspause fündig. Kleine Stücken weißen Opals fanden wir, was einen Marktwert von vielleicht $300 hat, aber einen viel größeren Wert für uns als Finder.

Wir waren staubig und fuhren zurück nach Lightning Ridge. Dort verbrachten wir den Abend mit Pizza, Wein und allen anderen Australischen Campern bei gemütlicher Stimmung und netten Gesprächen. Am nächsten morgen ging es dann die 703km zurück an die Küste nach Brisbane, wo wieder Sonne angesagt war.

Regen in Brisbane und auf zur Nature Bridge. Einen Truck geborgen und der Tamborine Mountain

Samstag, 10.06.2017

Nach unseren ganzen Wanderungen ging es nun von der Gold Coast nach Brisbane. Brisbane lud uns zu einem Stadtspaziergang von etwa 10km ein. Wir kamen an schönen historischen Gebäuden vorbei, durch eine trubelige Fußgängerzone, an modernen Hochhäusern im CBD (Geschäftsviertel), durch den Botanischen Garten und durch eine sehr schön angelegte Parkanlage (South Bank Beach Parks) am Brisbane River. Wir suchten uns in den Randbezirken einen Platz zum Übernachten und verbrachten bei leider sehr regnerischem Wetter ein paar Tage. Um das Auto trocken zu bekommen suchten wir Zuflucht in einem Parkhaus der Westfield Shopping Mall Kette, denn nach Tagen von Regen war alles im Jeep klamm und feucht. Aber um dem Regen ganz zu entfliehen, entschlossen wir uns noch einmal ein Stück ins Landesinnere zu fahren.

Wir schauten uns die Natural Bridge im Springbrook National Park an, die mit einem wunderschönen Wasserfall und tollem Wanderweg zu belaufen war. Die Natural Bridge ist ein Felsbogen in den der Wasserfall hinein stürzt. Man kann sogar von unten in eine Höhle hinein gehen und zusehen wie der Wasserfall in das Wasserbecken strömt.

Nach der Natural Bridge ging es weiter zu einem nahe gelegenen Walking Treck. Bis jetzt hatte sich das Wetter gut gehalten und wir hatten Lust zu wandern. Doch dort angekommen fing es an in Strömen zu regnen und wir mussten neu überlegen, wie es weiter ging. Bei Regen macht es kein Spaß 16km zu wandern. Während wir dort standen kam ein Mann völlig durchnässt zu uns und bat uns um Hilfe. Wir verstanden ihn erst gar nicht, da er aufgeregt versuchte uns zu erklären, dass er mit seinem LKW bei dem Regen in den Graben gerutscht war. Wir halfen ihm natürlich. Da wir und er aber kein Abschleppseil hatten, versuchte er es mit einem Spanngurt. Wir fuhren unseren Jeep auf der Straße vor den LKW der im Graben steckte. Der Spanngurt wurde befestigt und der erste Versuch wurde gestartet den LKW zu bergen. Der Spanngurt riss. Der Lkw Fahrer nahm den Spanngurt doppelt und wir versuchten es erneut. Diesmal klappt es und wir konnten den LKW mit unserem Jeep aus dem Graben ziehen. Unser Rudi ist ein echt toller Jeep! Der Mann war sehr dankbar, dass wir ihm helfen konnten.

Nach dieser Aktion ging es für uns Richtung Tambourine Mountain, dort sah es gerade nicht nach Regen aus auf dem Regenradar. In Tambourine Mountain schauten wir uns die Cedar Creek Falls an. Diese Wasserfälle waren gut zu Fuß zu erreichen. Wir konnte ganz nah an die Wasserbecken und an den Wasserfall ran kommen. War zwar nicht ganz erlaubt, aber das stört uns ja nicht wirklich.

Danach ging es zu den Curtis Falls. Hier liefen wir wieder durch schönen Regenwald, wobei der seinen Namen gut vertreten hat. Es fing an zu regnen und das nicht zu knapp. Das hielt uns aber nicht davon ab zu den Wasserfällen zu gehen, da es nicht weit war. Der Schirm wurde rausgeholt und es ging weiter. Nach ein paar Fotos an den Wasserfällen kämpften wir uns durch den strömenden Regen und durch matschige rote Schlamm Pfützen zurück zum Auto. Wir hatten genug für den Tag und das Wetter wurde auch nicht mehr besser. Es ging zurück nach Brisbane.

Gold Coast, Green Mountains und Binna Burra

Montag, 05.06.2017

Der Weg führt uns nun an die Gold Coast nach Queensland! Wir sind im Sunshine State angekommen! Hier merkt man, dass es nur warme Zeiten gibt. Wir konnten uns am Strand sonnen und im Park jeden Morgen bei warmen Temperaturen frühstücken (und sogar rasieren). Die Gold Coast wird von den Bewohnern aus New South Wales als Urlaubsziel genutzt, das merkt man teilweise an den Preisen. Aber trotzdem konnte Josi hier ein Schnäppchen abgreifen. Sie hat sich hier eine Spiegelreflexkamera gekauft und macht damit jetzt mega geile Bilder!

Die Kamera kam auch gleich zum Einsatz. Wir fuhren in den Lamington National Park zu den Green Mountains. Dort gab es einen Treetop Walk. Es ist ein Weg, der in die Baumkronen gebaut wurde, in dem man sogar einen Baum noch höher über Leitern erklimmen konnte. Tolle Aussicht aus 30 Metern Höhe.

Wie auch bei den anderen Tracks, waren hier Schäden der Walking Tracks durch Debby der Fall. Doch wir machten uns auf den Weg in einen 15km langen geschlossenen Track. Wir dachten uns auch hier, wenn es nicht mehr geht, geht es zurück. Wir waren früh dran und mit allem ausgerüstet für diese Wanderung. Auf diesem Weg kamen wir an schönen Wasserfällen vorbei, an einem Großen Wasserbecken, dem Blue Pool, und schönen Aussichten. Das waren die schönen Dinge. Doch wir hatten mit unzähligen dicken Bäumen zu kämpfen die auf dem Track lagen und noch nicht beiseite geräumt waren. Diese mussten wir irgendwie oben oder unten umrunden, drunter durch robben oder rüberklettern wenn es nicht anders ging. Teilweise hat man kaum noch den Track wieder gefunden, wenn man durch ein Hindernis vom Weg runter musste, um weiter zu kommen. Auch war der Fluss, der durch Debby zu einem reißenden Strom angeschwollen sein muss, ein Problem. Denn dadurch wurden Teile des Tracks, die am Flussbett entlang gingen, weg gerissen. Wir hatten teilweise ein mulmiges Gefühl dabei. Die Sonne geht hier auf Grund des "Winters" schon um 17:00 Uhr unter. Uns fehlte also Zeit im Hellen zurück zu finden. Doch wir hatten eine App (maps.me), in der wir den Weg teilweise wieder entdeckten und somit weiter gekommen sind. Auch fanden wir Schuhabdrücke von Wanderern die vor kurzem lang gelaufen sein mussten. Wir waren aber ein sehr gutes Team und zusammen erreichten wir plötzlich ein gelbes Flatterband, was unseren Track von einem wieder geöffneten und beräumten Track trennte. Wir hatten es geschafft und mussten nur diesem Track zurück zum Parkplatz folgen. Gut das Micha zwei Taschenlampen bei hatte, denn die letzte Stunde mussten wir im Dunkeln durch den Regenwald laufen. Am Auto wieder angekommen waren wir sehr froh, die Nacht nicht im Regenwald verbringen zu müssen.

Weil wir trotz des erlebten Abenteuers noch nicht genug hatten, fuhren wir noch mal in die selbe Gegend etwa eine Stunde von der Gold Coast entfernt. Diesmal nach Binna Burra. Hier wanderten wir aber einen offenen Track. Dieser führte auch wieder über schmale Trampelpfade zu einem Wasserfall. Hier könnten wir uns sogar nackt unter den Wasserfall stellen. Hier lief bis dahin keiner weiter diesen Track lang. Allerdings als wir dann vom Wasserfall auf brachen kamen uns zwei Wanderer entgegen. Schwein gehabt! Von einem Lookout auf diesem Track konnte man sogar bis zum Meer schauen und die Skyline der Gold Coast sehen. Dieser Track war insgesamt 15km lang.

Byron Bay

Freitag, 02.06.2017

Byron Bay, eine sehr interessante Stadt. Als wir am Abend dort eintrafen, spürten wir gleich, hier ticken die Leute anders. Die Stadt versprüht einen ganz speziellen Charm. Hier stranden Backpacker und so sahen auch teilweise die Leute dort aus. Im Lonely Planet (ein dicker Wälzer als Reiseführer) steht drin, dass aus einem Wochenende ganz schnell eine Woche, ein Monat und dann ein paar Dread Locks werden, sprich den Rest der Zeit vom Visum oder gar eine Auswanderung dort hin. Kein Wunder, denn hier gibt es wunderschöne Strände, super Surfbedingungen, Delfine in der Bucht, den einen oder anderen Job für Backpacker, also warum dann nicht bei den Gleichgesinnten bleiben. Das Nachtleben findet hier jeden Abend in vollem Ausmaße statt. Ob es unter der Woche ist oder Wochenende, hier spürt man es nicht.

Wir verbrachten aber nur zwei Tage dort. Uns zog Byron Bay nicht in seinen Bann! Wir wanderten an den Östlichsten Punkt Australiens, ans Cape Byron, mit tollen Aussichten, schönen Stränden und klarem Wasser. Außerdem wollten wir uns es nicht nehmen, etwas von dem Charm Bayron Bay's zu schnuppern und machten einen Bummel durch die Straßen mit kleiner Shopping Tour am zweiten Tag.

Wir fuhren aber weiter, denn für uns besteht unser Road Trip nicht nur bis nach Byron Bay zu kommen. Es gibt noch viel mehr zu entdecken, zu erleben und zu sehen!

Yamba, Ballina und Lennox Heat

Donnerstag, 01.06.2017

Yamba, so hieß ein kurzer halt auf dem Weg nach Ballina und Lennox Heat. Yamba ist ein sehr schönes Städtchen am
Meer. Ruhig gelegen macht es ein sehr entspannten Eindruck. In Yamba spazierten wir am Strand lang und schauten uns den Sonnenuntergang an, bevor wir dann weiter nach Ballina fuhren. In Ballina war ein stehen am Straßenrand in einer kleinen Straße nicht so möglich. Laut Wiki Camps (eine App zum suchen von Campgrounds, Caranvan Parks oder anderen nützlichen Dingen für Backpacker) war Ballina sehr hinterher die "schwarz" Camper mit hohen Strafen zu belegen wenn man sie erwischt. Einen Campground mit Bezahlung wollten wir auch nicht nehmen.

Wir entschlossen uns für die Nacht außerhalb auf einen Strandparkplatz zu stellen. Dort war es ruhig, denn es lag wirklich sehr weit abseits mit nur drei vier Häuschen. Am nächsten morgen schnappten wir uns alles um am Strand zu frühstücken. Es war zwar etwas kühl und ab und zu kam mal eine kleine Böhe aber das störte uns nicht. Zwei drei mal kam wieder ein local mit seinem Jeep an uns vorbei gefahren und ein paar Spaziergänger, die uns nett grüßten. Nach dem wir gerade fertig waren mit frühstücken, erwischte uns eine Welle die sehr hoch gespült kam und uns fast nasse Füße bereitet hätte. Aber noch mal Glück gehabt. Wir packten alles zusammen und wollten trotz der nicht ganz so warmen Temperaturen ins Meer springen. Gesagt, getan! Wir zogen uns wieder nackt aus, da zu dem Zeitpunkt keiner mehr weit und breit zu sehen war und rannten ins Wasser und sprangen durch die Wellen. Im Wasser war es wärmer als außerhalb mit dem Wind der etwas zugenommen hatte. Auch die Wolken hatten sich mehr und mehr vor die Sonne geschoben. Doch wir sind abgehärtet, wir trockneten uns wieder im Wind nackt am Strand.

Nach dieser Erfrischung am Morgen fuhren wir weiter in Richtung Lennox Heat. An einem Lookout vor Lennox Heat machten wir kurz halt um von dort oben eventuell Waale beobachten zu können. Wir wanderten einen kurzen Weg entlang der Klippen. Aber keine Waale zu sehen. An sich ist ab Anfang Mai bis November dort die Zeit, dass man Wale beobachten kann. Am Jeep wieder angekommen, kochten wir was zum Mittagessen und schauten weiterhin in die große Bucht vor Lennox Heat. Plötzlich, so ganz nebenbei, entdeckte Micha, dass sich komische Wellen auf dem Meer entwickelten. Doch es waren keine Wellen, es waren Waale, die in der Bucht Nahrung gesucht haben und auf der Durchreise nach Norden dort kurz halt gemacht hatten. Wir beobachten sie mit einem Fernglas und vergaßen dabei kurz das Essen. Die Waale zogen aber scheinbar weiter und wir dann auch.
Wir fuhren nur kurz nach Lennox Heat rein. Denn unser eigentliches Ziel war Byron Bay.

Coffs Harbour mit 4WD Tour und Leeches. Über den Waterfall Way nach Dorrigo. Wabderung durch einen Regenwald. Ort Ebor mit Point Lookout und Wollomombi.

Freitag, 26.05.2017

Da wir ja nicht ewig am Strandhighway bleiben wollten, war Coffs Harbour als nächstes anvisiert. Dort angekommen informierten wir uns, was man hier so schönes machen könnte. Wir stellten fest, dass etwas im Landesinneren ein wunderschöner National Park ist, in dem man sich im Rainforest Wasserfälle auf einem Walking Track anschauen konnte. Passend dazu fährt man den Waterfall Way dort hin, an dem bis zur klein Stadt Armidale viele Wasserfälle anzuschauen sind. Der Rainforest, den wir ansteuerten, war in der Nähe des Ortes Dorrigo. Dort angekommen, war es zu spät um noch los zu laufen und so erkundigten wir uns nur über den Walking Track im Visitor Center. Wir bemerkten, dass es sehr kalt geworden ist, da wir hoch in die Berge gefahren sind und auf 731 Meter Höhe waren. Wir fuhren an diesem Abend erstmal nach Dorrigo Stadt rein und ließen den Abend mit einem Bier ausklingen. Wir warteten bis es dunkel war, damit wir auf dem Parkplatz des Visitor Center zurück kehren konnten, um dort im Auto zu schlafen. Dort war nachts nichts los, aber es war arschkalt, bei 5 Grad. Am nächsten Morgen ging es dann los und wir waren froh uns bewegen zu können, da am Tag nur höchstens 13 Grad waren.

 

Direkt am Visitor Center gab es den sogenannten Skywalk. Das ist ein Steg, der über den Baumwipfeln entlang ragt und eine tolle Panorama Aussicht über den Dorrigo National Park bietet. Nach diesem kurzen Ausblick, ging es in den Rainforest. Es lagen nun 4,4km vor uns und das kuriose war, der ganze Weg war asphaltiert. Sonst waren es nur Trampelpfade die wir bis dahin kannten. Wir liefen durch einen wunderschönen Regenwald. Es sah so aus, wie wir es immer im Fernsehen gesehen haben, nur das wir es jetzt life erlebten. Riesige Bäume, die behangen waren von Lianen und Bewuchs hatten von irgendwelchen anderen Pflanzen. Vögel die herum flatterten und zwitscherten. Wir waren beeindruckt.

Der erste Wasserfall an den wir kamen, waren die Crystal Shower Falls, die man von einer Brücke aus sehn konnte. Das schöne war, wenn man die Brücke überquert hatte, konnte man hinter den Wasserfall gehen und durch das herunter kommende Wasser schauen. Das auftreffende Wasser machte einen Regenbogen über dem Wasserbecken.

Der Zweite Wasserfall hieß Tristania Falls und war so zu erreichen, dass man an das herunter kommende Wasser ran gehen konnte und haut nah am Wasserfall stand. Wir hielten kurz die Füße ins kalte Wasser. Von diesem Rundweg waren wir sehr beeindruckt und hatten das Gefühl gar nicht alles gesehen zu haben. Nach dem wir wieder im Auto saßen, ging es zu den Dangar Falls am anderen Ende vom Ort Dorrigo. Die Dangar Falls konnten wir von einer Aussichtsplattform betrachten oder bis runter an das Wasserbecken gehen, in dass das Wasser von oben strömte. Dort musste man aber nicht weit runter wandern und wir konnten zur nächsten Station fahren, dass war Ebor auf 1350 Meter Höhe.

In Ebor standen wir seit fast zwei Wochen das erste mal wieder "legal" auf einem kostenlosen Campground mit anderen Campern. Bei Ebor gab es die Ebor Falls, die von Aussichtsplvattformen angeschaut werden konnten. Es war gleich zwei dicht bei einander die mit dem Jeep ohne weiters zu erreichen waren. Man konnte leider nicht dicht ran gehen, da die Wasserfälle in einer Schlucht verliefen. Also ging es von diesen beiden Wasserfällen einen kleines Stück weiter. Wir fuhren vom Waterfall Way runter auf eine Unbefestigte Straße die zum Point Lookout führte.

Der Point Lookout liegt in 1563 Meter Höhe im New England National Park. Auf dem Parkplatz war ein Känguru mit einem Jungtier, was nicht so erfreut war, als wir uns näherten um Fotos zu machen. Es kam auf uns zu gehüpft und nahm eine drohende Position ein. Wir ließen es in Ruhe und machten aber aus der Ferne Fotos. Es hüpfte dann aber mit dem Jungtier weg. Dort oben standen wir regelrecht in den Wolken und wir konnten nicht ins Tal schauen. Trotzdem wanderten wir dort den Rundweg lang. Der Weg war wie aus einem Märchen, durch einen verwunschenen Regenwald. Bäume waren mit Moos bewachsen, es war nass und nebelig, mit Lianen und dichtem Gestrüpp. Es wirkte magisch und machte viel Spaß es zu durch wandern.

Nach dieser Wanderung war es noch hell und wir fuhren wieder zurück auf den Waterfall Way. Es ging nun weiter nach Wollomombi auf 1280 Meter Höhe. Dieses kleine Nest hatte eine Poststation die zugleich der Pub des Örtchens war. Eine interessante Mischung. Die Dorfwiese war zugleich die Rest Area, die zum Campen genutzt werden konnte. Es gab noch was Selbstgekochtes und wir verbrachten einen ruhige, kalte Nacht.

Am nächsten Tag ging es dann zu den Wollomombi Falls. Dort angekommen konnten wir von Aussichtsplattformen die Wasserfälle anschauen. Da wir noch nicht genug vom Wandern hatten suchten wir uns einen Walking Track raus. Dieser war aber auf Grund von Debby (einem starken Unwetter ein paar Monate zuvor), nicht ganz zu bewandern und an einer Stelle aus Sicherheitsgründen geschlossen. Wir dachten uns, man kann ja mal schauen wie weit man trotzdem kommt und wenn es zu unsicher wird, geht es wieder zurück. Es war zwar manchmal etwas unwegsam und man konnte den Weg kaum erkennen, da er so zu gewachsen war, aber es hat sich voll gelohnt. Nach dem wir also im Zickzack den Weg am Berghang runter sind, kamen wir in unberührte Natur. Es war das Flussbett des Chandler Rivers mit vielen Wasserbecken. Die Sonne schien, es wehte ein leichter Wind, die steilen Hänge der Berge um uns herum in der Schlucht waren in sattem Grün und das Wasser plätscherte. Wir sprangen sogar nackt ins kalte Wasser des Flusses und machten wieder jede Menge Fotos von der schönen Natur. Wir konnten uns nur schwer von dieser Malerischen Natur trennen aber wir erklommen wieder den Rückweg. Oben wieder angekommen, war noch etwas Zeit bis es dunkel wurde und wir entschlossen uns noch einen weiteren Walking Track zu laufen.

 

Dieser führte zu anderen Aussichtsplattformen von denen man die Wollomombi Falls aus bestaunen konnte. Der Blick in die Schlucht war wahnsinnig schön. Wir entdeckten sogar beim wandern zwei Wallabies, die uns aus sicherer Entfernung beobachteten. Nach soviel wandern hatten wir Hunger bekommen. Wir kochten am Auto was zu essen und beschlossen, wieder zurück an die Küste zu fahren. Es war einfach zu kalt in den Bergen und dafür waren wir nicht so richtig ausgerüstet. Wir machten uns also wieder auf den Weg zurück nach Coffs Harbour und lasen dabei noch mal die Broschüre über die Wollomombi Falls. Darin stand, dass der Walking Track den wir runter zum Flussbett gelaufen sind, gar nicht mehr existieren würde. Upsi, das hatten wir wohl übersehen.

In Coffs Harbour wieder angekommen, haben wir nach dem Duschen wieder unseren Schlafplatz aufgesucht und hatten bemerkt, dass unserer Kochlöffel die ganze Strecke auf dem Dach mit gefahren ist. Wir lachten uns schlapp und waren froh ihn nicht verloren zu haben.
Für den nächsten Tag hatten wir uns eine 4WD Strecke in einem nahe gelegenen kleinen National Park bei Coffs Harbour raus gesucht. Es ging durch den Regenwald des Ulidarra National Park. Die ganze Strecke ist Josi gefahren. Es war teilweise recht schwierig zu befahren. Tiefe, schlammige Pfützen, durch den Regen ausgespülte Rinnen, in den beiden Fahrspuren und Bäume, die auf den Weg gestürzt waren. Wir durchquerten sogar einen kleinen Fluss mit unserem Jeep. Es machte einen riesen Spaß, doch wir kamen an unsere Grenze als der Weg viel zu steil den Berg hoch ging. Was nun!? Weiter hoch ging es nicht, also rückwärts ein kleines Stück runter und an einer kleinen freien Stelle am Hang wenden. Das ist eigentlich total gefährlich, da ein umkippen des Jeeps auf Grund der Neigung die Folge sein kann. Wir haben aber alles richtig gemacht und Glück gehabt. An diesem Stück wo es immer noch sehr steil weiter runter ging, musste Micha dann kurz übernehmen, da man den Eindruck hatte, dass der Jeep vorn überkippen könnte. Es hat aber alles geklappt und wir sind wieder heil runter gekommen. Beim raus fahren bemerkten wir das ein Schild an einem Baum befestigt war, was vor einem Befahren dieses Teils des Regenwaldes warnte, da die Schäden von Debby (dem Unwetter) noch nicht behoben waren. Wir scheinen ein Händchen für eigentlich geschlossen Wege zu haben.

Nun waren wir wieder auf asphaltierter Straße und hatten noch etwas Zeit bis die Sonne unter ging. Wir fuhren zu einem nahe gelegen Parkplatz und wollten bei Dämmerung im Wald Koalas beobachten. Mit Taschenlampen bewaffnet zogen wir los. Wir spähten in die Bäume, aber es war kein Koala zu sehen. Plötzlich schrie Josi auf und sie entdeckte, dass sich ein Leech (Blutegel) an ihrem Knöchel fest gesaugt hat und noch weitere an ihrem Schuh lang gekrochen sind. Sie riss den Leech ab und wir popelten die anderen beiden Leeches von ihren Schuhen runter. Sofort leuchteten wir uns mit unseren Taschenlampen ab, ob noch welche an uns dran saßen. Wir hatten kein Spray um uns damit vor den Leeches zu schützen wie vor Mücken und somit war die Operation Koala watching vorbei. Wieder am Auto angekommen, suchten wir uns gründlich ab, hatten aber zum Glück keine Leeches mehr an uns dran. Leeches sind ungefährlich, aber ekelig war es doch irgendwie.

Port Macquarie, Strand Highway und Dingos

Mittwoch, 24.05.2017

Port Macquarie hieß die nächste Station auf unserem Road Trip. Ab Port (so wird die Stadt abgekürzt genannt) heißt es, dass ab hier das tropische Klima anfangen wird. Sie liegt an einem Fluss und hat wie alle Küstenstädte Surfstrände. Wir schliefen insgesamt drei Nächte in Port. Hier gibt es das einzige Koala Hospital in Australien. Dort werden Koalas wieder gesund gepflegt, die krank aufgegabelt wurden, durch einen Autounfall oder Hundeattacke verletzt wurden. Wenn Sie wieder fit sind, werden die Koalas wieder ausgewildert. Eine sehr süße Bande,  die Koalas.

Wir konnten es uns nicht verkneifen und so verbrachten wir auch hier einen Strandtag mit sonnen und Wellenhopping. Man muss hier einfach jede Gelegenheit nutzen und ins Meer springen. Bei unserer weitern Planung der Strecke nach Norden, entdeckten wir das von Port aus eine 4WD Strecke nahe am Strand lang führte. Die wollten wir fahren! Um dort hin zu gelangen, fuhren wir mit einer Fähre über den Hastings River. Auf der anderen Seite angekommen, ging es ein kurzes Stück den 4WD Track lang. Wir suchten uns erst einmal einen schönen Patz in den Dünen zum Frühstücken. Hier war weit und breit fast kein Mensch. Nach dem Frühstück mit Blick auf den Strand und das Meer, wurde der Reifendruck etwas abgelassen und wir fuhren auf den Strand weiter. Wir bemerkten nämlich das ein paar Jeeps auf dem Strand vorbei fuhren. Der Strand war top zum befahren, der Sand war wie Asphalt und so fuhren auch die Lokals (Einheimische) dort. Die bretterten teilweise mit locker 80 Sachen über den Strand. Der Strand bekam von uns den Namen Strandhighway. Wir fuhren aber ganz entspannt, um was von der Umgebung zu haben. Bis auf alle halbe Stunde ein Lokal, der über den Strand geballert kam, war aber nichts los am Strand. Kurz um sprangen wir nackt ins Meer und hüpften wieder durch die Wellen. Nach unserem Bad im Meer, fuhren wir an eine Felsformation und kletterten wieder drauf rum. Wir wollten noch nicht so recht weiter und den nächsten Tag auch noch am Strandhighway verbringen. Doch zum schlafen am Strand war es zu ungewiss wie hoch das Meer kommt, nicht das der Jeep dann im Sand versinken und wir nicht mehr weg kommen.

Also runter vom Strand und wieder auf den 4WD Track im Busch. Dort fanden wir eine Sackgasse zum übernachten. Doch was war das. Gerade als wir geparkt hatten kamen zwei "Hunde" aus dem Busch gerannt und schauten neugierig in unsere Richtung. Die Blicke trafen sich und wir erkannten dass es Dingos waren, australische Windhunde. Sie blieben nur kurz und liefen dann zurück in den Busch. Der Abend verlief entspannt bei einem Becher Wein und zu später Stunde gingen wir ins Bett. In der Nacht ging der Spuk dann los. Die Dingos liefen um unsern Jeep rum, jaulten, rauften sich zu mehreren und rannten immer wieder um den Jeep rum. Es war recht gruselig und ging fast die ganze Nacht, mal weiter weg, dann wieder direkt neben uns. Aber kein Grund zur Sorge, im Auto waren wir ja sicher vor den Wildhunden. Am nächsten Morgen waren die Dingos verschwunden und wir konnten gefahrlos raus aus dem Jeep und frühstücken.

Salzsee, Tuncurry und Forster

Sonntag, 21.05.2017

Von Seal Rocks fuhren wir weiter über einen schmalen Küstenstreifen nach Tuncurry/Forster. Das Schöne an dieser Fahrt war, dass man ab und zu links einen Salzsee und rechts zwischen den bewachsenen Dünen das Meer durch sah. Der Salzsee lockte uns dort mal anzuhalten.

 

Wir stiegen aus und staunten über den wunderschönen Anblick. Die Sonne schien auf den Salzsee, es war so gut wie kein Wind dort, etwas entfernt ein paar Menschen und sonst nur Stille. Wir gingen mit den Füßen ins Wasser und bemerkten, dass der Salzsee meterweit ins Wasser total flach ist. Kurzer Hand zogen wir uns aus und gingen weit rein in den Salzsee und genossen das Panorama. Zum Baden mussten wir uns ins Wadenhohe Wasser legen was angenehm warm war. Nach einer Weile im Wasser, ließen wir uns am malerisch schönen Ufer mit Palmen von der Sonne trocknen und genossen wieder den Anblick des Salzsees. Getrocknet und wieder angezogen fuhren wir weiter.

 

In Tuncurry/Forster angekommen verbrachten wir nach dem Duschen in einem Caravan Park den Abend in einem kleinen Hafen mit einem Wein. Diese Orte liegen dicht bei einander und werden nur von dem Fluss der ins Meer mündet, getrennt. Wir hielten uns hier nicht lange auf und nutzten die Städte nur für eine Übernachtung.

Über Tea Gardens und Hawks Nest nach Seal Rocks

Samstag, 20.05.2017

Nach Port Stevens ging es mit kurzem Picknick stop in Tea Gardens/Hawks Nest in Richtung Seal Rocks. Auf der Strecke fuhren wir über eine kleine Straße, die rechts das Meer hinter Dünen hatte und links das Buschland mit Fluss. Wir wollten nicht den schnellen Highway fahren, um mehr vom Land zu sehen, als mit erlaubten 110km/h lang zu jagen. Auf der Karte im Handy sah es nach einer Brücke aus, die über eine schmale Stelle des Flusses ging. Doch plötzlich standen wir vor einer Zufahrt zu einer Fähre, die bis zum nächsten Tag den Dienst eingestellt hatte. Also alles wieder zurück und doch den Highway lang jagen. So kann es auch manchmal gehen, wenn man hier unterwegs ist. Alles nur halb so wild, wir haben ja Zeit.

Nach einer Stunde Highwayfahrt kamen wir nun auf eine Straße, die durch einen malerischen Wald führte, in dem es wie im Regenwald aussah. Wir fuhren extra langsamer, um es auf uns wirken zu lassen. Nebelschwaden langen in der Luft, manchmal kamen Sonnenstrahlen durch das Laubdach der Bäume und alles zusammen ergabt ein wunderschönes Bild. Es wurde schon langsam dunkel während der Fahrt und wir konnten somit in Seal Rocks angekommen, nicht mehr viel machen. Das duschen ging auch nicht, die Duschen waren mit Pincode gelockt. Wir suchten uns also einen Schlafplatz oberhalb eines ruhig gelegenen Strandparkplatzes und wollten am nächsten Tag dann unsere Erkundungen vornehmen. Am nächsten Morgen machten wir unser Frühstück im Auto. Der Wind war recht doll und es war nicht so angenehm im Freien gemütlich zu essen. Das Wetter wurde aber während dessen besser und wir konnten bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen Seal Rocks erkunden.

Wir gingen zum Strand und kletterten auf die Felsen. Die Wellen schlugen gegen die Felsen und machten uns fast nass. Nahe am Strand lag eine kleine Insel, die wir uns vornahmen. Wir kletterten auch hier die Felsen rund herum um die Insel. Auf der Meeresseite gab es Felsplatos, die wir durch kurze Sprünge, vom Meer überflutete Flesspalten, rüber zur anderen Seite machten. Es war von dort ein atemberaubender Anblick, wie die Wellen angerollt kamen und zerschellten. Von den Felsplatos ging es wieder zurück und wir erklommen den  kleinen Berg auf der Insel. Von dort oben konnte man in die ganze Bucht schauen. Wir genossen die Aussicht und den Anblick der malerischen Bucht. Nach einer Weile kletterten wir runter und ging über den Strand zum Auto, um uns in Richtung des dortigen Leuchtturms zu begeben.

  

Von Leuchtturm hatte man einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Gegend um Seal Rocks. Es war sogar beschrieben dass man dort Wale und Delfine sehen könnte. Wir haben leider keine gesehen. Wir hoffen aber dass wir noch Wale sehen werden. Delfine haben sich ja schon blicken lassen.

Über Newcastle nach Port Stevens mit der Nelson Bay, Geburtstag in der Fingul Bay, Dünen und fahren am Strand

Dienstag, 16.05.2017

Nachdem wir Jenny in Sydney verabschiedet hatten, ging es für uns nun Richtung Norden an der Ostküste. In Newcastle gab es einen kurzen Stop für eine Übernachtung in Richtung Port Stevens. Port Stevens ist eine lang ins Landesinnere ragende Bucht mit vielen kleinen Städten dran. Wir entschieden uns für die Nelson Bay und die Fingal Bay. Die beiden liegen sehr nahe beieinander, sind wunderschön und recht ruhig gelegen. Wir haben uns die Fingul Bay ausgesucht, um auf einem Parkplatz zum Schlafen zu stehen, auf dem so gut wie nichts los war. Morgens wurde mit Blick in die Bucht gefrühstückt und jedem vorbeikommenden ein Good Morning zu gerufen. Der Strand in der Fingal Bay lud zum Wandern ein und wir gingen am Strand zu einer nahe gelegenen Insel. Um zu dieser Insel zu kommen mussten wir auf einer Sandbank, die nur zur bestimmten Zeit passierbar war, laufen. Denn zu Zeiten vom hohen Wasserstand sind dort starke Strömungen die ein passieren nicht mehr möglich machen. Aber wir haben es ohne Gefahr hin und zurück geschafft. Auf der Insel schlugen wir uns auf einem Trampelpfad durch den Busch, hin zu einer abgelegenen Bucht. Dort verweilten wir nicht so lange und traten den Rückweg an.

In der Nelson Bay hat Micha unteranderem seinen 30 Geburtstag verbracht, mit einer spektakulären Entdeckung zum Abend hin.

In der Nähe, etwa 15 Minuten mit dem Auto zu fahren, haben wir die australische Sahara entdeckt. Unglaublich aber wahr. Es sind riesige Sanddünen die sich über eine Gesamtlänge von 32km hin zwischen dem Wald und dem Meer erstrecken und einfach atemberaubend sind. Man kann sie zu Fuß erklimmen und schöne Sonnenuntergänge genießen oder auch mit dem 4WD befahren! Gesagt getan! Am nächsten Tag ging es gut informiert über das Fahren im Sand mit dem Jeep in die Dünen. Wir fuhren mit nur 50% Luft in den Reifen, um mehr Auflagefläche zu haben und stellten im Jeep alles auf Off-Road. Es machte einen Heidenspaß am Strand und in den Dünen rum zu hacken. Es ging die Dünen rauf und runter. Der Sand ermöglichte eine Art driften. Aber Rudi unser 4WD steckte das alles gut weg. Wir sind kein Mal im Sand stecken geblieben und mussten uns nicht frei buddeln. Wir blieben auf Grund dessen extra eine Tag länger dort um noch einmal durch die Dünen zu hacken und am Strand zufahren.

    

"schwarz" duschen

Montag, 15.05.2017

Wenn man als Backpacker unterwegs ist, entwickelt man ganz neue Ideen um seiner Körperhygiene gerecht zu werden. Man ist zwar sehr flexibel wenn man im Auto schläft, kocht und wohnt, aber ein Bad ist nicht mit an Board. Die zahlreichen Toiletten die es fast überall an den Parks und Stränden gibt, sind für jede Notdurft eine willkommene Stelle. Zur Not hilft Mutter Natur natürlich weiter. Zähne werden am Schlafplatz mit Wasserflasche geputzt. 

Doch bleibt noch das Duschen, wie macht man das!? Ob man die Stranddusche im Freien wählt oder in den Strandhäuschen, kann man sich teilweise aussuchen, die sind aber kalt. Um an eine warme Dusche zu kommen muss man andere Methoden anwenden. Dreistigkeit siegt in diesem Falle. Man schlendert locker lässig mit seinen Duschsachen im Daypack (kleiner Rucksack) auf einen Caravan Park, als würde man dort mit seinem Wohnmobil, Zelt, etc. stehen und nutzt die Duschen dort.

Doch manchmal kann es sein das die Türen zu den Sanitären Anlagen mit einem Zahlenschloss versehen sind und man vor verschlossener Tür steht. Dann heißt es einfach, auf zum nächsten, mal sehen ob es da klappt. Aber in der Regel klappt es beim ersten Caravan Park und man kann eine warme Dusche genießen. Nach dem Duschen natürlich wieder locker lässig vom Caravan Park runter und das Ding ist geritzt.

(hier folgen natürlich keine Fotos vom duschen... wink)

4WD Rudi

Montag, 15.05.2017

Hier einmal etwas zu unserem fahrbaren Untersatz gesagt. Rudi, so haben wir den Namen des Backpacker Pärchens zuvor zu dem 4WD übernommen. Rudi ist ein Toyota Land Cruiser Prado, schon 20 Jahre alt, hat 310000 km beim Kauf auf der Uhr gehabt, aber schnurrt wie ein Kätzchen. Er fährt sich einwandfrei. Man kommt sich gegenüber den anderen Autos regelrecht mächtig vor, mit einem Bullenfänger vorne an der Schnauze.

Rudi hat ein V6 Herz mit 90 Liter Tank und sogar einen eingebauten Zusatztank mit noch mal 60 Liter. Wir haben somit eine erhöhte Reichweite wenn mal keine Tankstelle im Outback in Reichweite ist. Wasserkanister mit Trink- und Waschwasser, sowie ein Reserve Tankkanister kommen auf das Dach geschnallt. Im Jeep, ist im Kofferraum über den Lagerfächern für unsere Lebensmittel und Küchensachen, das Bett eingebaut was wie eine Schublade über die eingeklappte Rücksitzbank ausgezogen werden kann, um die Liegefläche zu erweitern.

Zwei Schaummatratzenhälften ermöglichen einen hervorragenden Liegekomfort. Damit wir im Dunkeln die Autobatterie nicht so beanspruchen, haben wir Solar LED Lampen rein gehangen. Tagsüber werden draußen am Auto die Akkus im Solarteil aufgeladen und abends haben wir dann Ökostromlicht im Auto. Reicht zwar nicht zum lesen, ist aber romantisch und man braucht am nächsten Morgen keine Starthilfe. Wir sind sehr zufrieden mit Rudi und Rudi freut sich sicher auch, bei allem was wir mit ihm so erleben und fahren. Aber lest selbst weiter in den nächsten Beiträgen.

Manly und Jenny

Dienstag, 02.05.2017

Ein sehr freudiges Wiedersehen gab es in Sydney. Wir hatten uns entschlossen, Jenny in Sydney zu treffen und haben uns auf den Weg gemacht. Sie war mit ihrer Namensvetterin acht Wochen in Australien unterwegs gewesen und wollte die letzten Tage zusammen mit uns in Manly verbringen. Wir holten sie vom Flughafen ab und checkten im Hostel ein.

Zusammen mit Jenny zogen wir durch Sydney, rauchten Shisha, fuhren Ferry, gingen shoppen, liefen 10km in Manly am Strand lang und verbrachten lustige Stunden im Hostel.

Nun ist sie wieder zurück nach Deutschland geflogen zu ihrem Mann und unser Roadtrip geht weiter. Danke für die schöne Zeit mit dir Jenny und für all deine Tipps und Ziele, die wir uns hier anschauen können! :-) Du hast Recht, Australien steckt voller Wunder, die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden. Wir müssen nur die Augen auf halten...

719 Meter und 360° Rundumsicht

Montag, 01.05.2017

Weil wir noch nicht genug hatten vom Wandern und Klettern, ging es es auf den Pigeon House Mountain, der sich in der Nähe von Ulladulla befand. Dort auf 719 Metern hatten wir eine 360° Rundumsicht (also quasi voll den Durch- bzw. Überblick) und konnten sehr weit schauen. Es hat sich die Kletterei also gelohnt. Schweißtreibend und muskelzehrend war das ganze Vorhaben aber es hat sich gelohnt. :-)

 

Viele von den Wegen, die wir zu einem Campground, zu einem einsamen Strand oder in den Wald gefahren sind, sind meistens nur mit dem 4WD zu befahren. Tiefe Löcher, sandige Stellen, Matsch, oder auch sarke Steigungen macht aber unser Jeep ohne weiteres mit. Man braucht auf solchen Strecken locker die doppelte Zeit zu seinem Ziel. Das macht uns nichts, denn es macht richtig Spaß und ist Abenteuer pur, Off-Road zu fahren. :-)

"Watt", schöne Wellen und traumhafter Campground

Samstag, 29.04.2017

Dolphin Point war die nächste Station. In dieser Bucht geht das Meer so weit zurück, dass sich "Watt" bildet. Man kann dort über den Sand laufen wo man vorher geschwommen ist, sehr lustig. Nur leider haben wir dort keine Delphine gesehen, wie wir auf Grund des Namens vermuteten.

 

Nah des Dophin Points ist ein Campground, der im Wald versteckt liegt, sehr sehr schön. Man konnte von dort runter zum Strand, an dem man wieder völlig alleine war. Wir erkundeten dort die Küste, kletterten auf den Felsen und genossen die Sonne beim Mittagessen direkt am Meer. Wir fanden dort zwischen den Felsen ein natürlich geformtes Becken, dass uns vor hohen Wellen und starker Strömung schützte. Kurzerhand wurden die Klamotten abgeworfen und nackt ins Wasser gesprungen. Danach haben wir doch noch Delphine gesehen wie sie in einer Gruppe immer wieder aufgetaucht sind. Josi hat sie entdeckt und wir waren etwas aus dem Häuschen. Am Abend gab es am Lagerfeuer Bier. Das war ein gelungender Tag. :-)

 

Am nächsten Morgen bekamen wir am Frühstückstisch Besuch von einem Wallaby. Es schaute ganz neugirig was da so lecker riecht. Vielleicht war es der Geruch der Banane. Es kam aber nicht näher und war immer bereit weg zu hüpfen wenn wir ihm zu nahe kommen würden. Es war niedlich anzusehen das flauschige Ding. :-)

Ein bisschen Karibik in Australien

Donnerstag, 27.04.2017

Von den Figure 8 Pools aus ging es in die Jervis Bay oder schon fast in die Karibik, möchte man meinen. Eine sehr große wundeschöne Bucht, mit weißen Sand Stränden, kristallklarem türkisen Wasser und keiner Menschenseele am Strand. Wir konnten uns sonnen, nackt baden gehen und haben die Ruhe genossen.

 

Das ganze war in einem National Park mit $ 11 Einfuhrgebühr für unseren 4WD für zwei Tage. Am Checkin sahen wir dann durch Zufall unser erstes Känguru. Wir buchten dort über das Internet einen Stellplatz auf einem Campingplatz inklusive warmer Dusche für $ 42 und verbrachten zwei Nächte dort.

Wir wanderten zur einer Ruine eines alten Leuchturms an einer steilen Felsenwand und saßen ddanach auch wieder an einem Menschenleeren Strand.

 

An einem morgen bekame wir Besuch von vier Papagein an unserem Auto. Der eine ist sogar auf meinen Arm geflogen. So nah hatten wir Papagein auch nocht nicht gesehen, die in freier Wildbahn waren.

Figure 8 Pools, mit warmem Sommerregen

Dienstag, 25.04.2017

Von den Blue Mountains aus ging es dann wieder ans Meer und Richtung Süden. Dort schauten wir uns die Figure 8 Pools an. Das sind Wasserbecken, die vom Meer im Laufe der Jahrhunderte in die Felsplateaus gespült worden sind. Sie sind meist rund und manche sehen echt aus wie eine 8. Das Ganze war natürlich auch wieder schön am Strand und mit tollen Ausblicken, denn man musste etwa eine Stunde zu Fuß durch den Wald runter zum Strand laufen. Viele, die uns am Anfang entgegen gekommen sind waren nass geschwitzt und haben gehechelt. Aber wir schrecken vor nichts zurück und runter ging es.

  

In die Pools konnte man rein springen und eine Runde drin baden. Wir wollten das auch machen, es war nur leider sehr voll mit anderen Touris, die sich ständig an den Pools tummelten und baden gegangen sind. Wir erkundeten einfach weiter die Felsplatos und haben uns von dem warmen Sommerregen nicht stören lassen.

Nach ein paar Stunden ging es wieder hoch zum Jeep. Der Aufstieg war nicht so schwer, wie alle getan haben. :-P Wir sind noch gut in Form!

Three Sisters und die Blue Mountains.

Donnerstag, 20.04.2017

Von Penrith ging es in die Blue Mountains zu den Three Sisters. Einfach wunderschön und absolut atemberaubend. Der blaue Dunst der im Tal hängt, das satte grün der Bäume und die meterhohen Felswände, wunderschön. Wir verbrachten ein paar Nächte dort und erkundeten noch mehr von dem Blue Mountain Nationalpark, wanderten ein paar Wanderwege entlang, die teilweise sehr steil waren, dass man klettern musste, sahen Papagein frei herum fliegen und genossen immer wieder die schöne Aussicht.

Manchmal war es nicht so leicht einen geeigneten Campground für die Nacht zu finden. Wir suchten uns dann irgendwo eine schöne ruhige Stelle, an der uns niemand finden konnte.

Der Roadtripp kann beginnen, auf nach Penrith.

Sonntag, 16.04.2017

Nun war es soweit, aus dem zweiten Hostel raus und rein ins Auto, mit allem Sack und Pack. Nachdem wir das Auto beladen hatten, konnte die Fahrt los gehen. Unsere ersten Stationen waren Penrith und das Bullls Camp. Penrith liegt westlich von Sydney.

Wir holten in Penrith das Geburtstagsessen gehen von Josi nach, es gab Burger, natürlich auch Veggi. Dann ging es auf ins Bulls Camp, mit kalter Dusche, wo wir die erste Nacht im Auto verbrachten. Es war aufregend uns spannend, jetzt völlig frei zu sein und jederzeit irgendwo anders hin zu fahren, weil man hatte ja immer seinen kompletten Haushalt dabei.

 

Wir richteten uns noch mehr im Auto ein, kauften noch ein paar Sache dazu und waren nach langem Räumen und Werkeln im und auf dem Aut dann ein paar Tage später bereit, weiter zu fahren.

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